Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

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V. Chirurgie und Augenheilkunde. 239 
iunen. concav gebildet und in 2 Theile zu trennen, in einen 
obern, an dem sich, doch bloss an den 4 mittlern Branchen, 
etwas über 1 Zun lange Spalten befinden, in die 4 an den Ring 
nietenartig befestigte Knöpifchen greifen, und in. einen. untern, 
der von dem obern unter einem stumpfen Winkel abgeht. Das 
Instrument ist von Stahl und glatt polirt, besonders an der in- 
nern Fläche, Dreht man die Schrauben zu, so wird der Ring, 
so weit die Spalten gehen, nach unten bewegt, wodurch die 
Branchen an- und etwas übereinander zu liegen kommen und 
das Instrument. geschlossen ist. Schraubt man dagegen die 
Schrauben ab, so ziehen sie den die obern Theile der Branchen 
aneinander bringenden Ring herauf, wodurch die untern auseinander 
gelıen und so das Instrument öffnen. Geöffnet stellen die En- 
den der Branchen ein Oval von 3 Zoll im Längen- und 24 Zoll 
im Querdurchmesser dar, Will man das Instrument anwenden, 
so bestreicht man die Branchen mit Oel, nimmt es beim Griff und 
bringt es geschlossen bis zur nöthigen Tiefe ein. Nun öffnet 
mau, wie angegeben, dasselbe, wobei die tiefern Theile der 
Vaginalhöhle seitwärts gedrückt werden, so dass man, nach Ein- 
bringung einer Kerze, den Fundus deutlich übersehen kann und 
Raum genug hat, um Operationen am Mutterhalse vorzunehmen. 
Da die untern Branchentheile einen Zwischenraum lassen, so 
können auch Theile der Seitenwände der Vaginalhöhle gesehen 
und untersucht werden, was bei andern Mutterspiegeln nicht 
möglich ist. Schon aus der Angabe seiner Einrichtung möchte 
es abzunehmen seyn, dass dieses Speculum das beste ist, noch 
inehr aber wird dies bei Anwendung desselben sich zeigen. — 
Die dem Originale beigefügten Abbildungen zeigen das Speculum 
im geschlossenen so wie im geöffneten Zustande und machen 
auch die Art und Weise deutlich, wie die Branchen befestigt 
sind und wie die Knöpfchen des Ringes in die Rinne der Bran- 
chen greifen. [v. Gräfes und v. Walther’s Journ. d. Chir, u. 
Augenheilk., Bd. 1%, ft. 2.) (K—e.) 
206. Beschreibung zweier Instrumente zum Fas- 
sen und zur Kxstirpation des krebshaften Mutter- 
halses; von Dr. Gräre in Berlin. Das eine dieser beiden von 
CoromsAaT erfundenen und von SAT-DeyeALLIERES im v. J. in 
Berlin vorgezeigten Instrumente ist aus 4 Branchen zusammen- 
gesetzt, von denen zwei 8 Zoll und 3 Linien, die andern bei- 
den 8 Zoll 1 Linie lang und an einem messingenen viereckigen 
Keil durch Schrauben so befestigt sind, dass an jeder Keilseite 
sich eine Branche findet, die hier flach ist, nach vorn aber 
eine Längenspalte besitzt, hinter der sie schmäler ist und als 
Doppelhaken endigt. Durch den Keil ist in der ganzen Länge 
ein Loch durchgebohrt, in das ein stempelartiger Drücker geht. 
Dieser hat einen ringförmigen Griff und am andern Ende eine 
runde Platte mit 4 sich gegenüberstehenden Knöpfchen, die so 
in die Längenspalten eingreifen, dass ihr Hals in den Spalten
	        
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