Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

V. Chirurgie und Augenheilkunde. 239 
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Wollte man letzteres ja, um den gespannten Faden etwas locke- 
rer zu machen, so müsste man das Knöpfchen fassen, die 
Hemmfeder heben und mit der Linken den Griff fest halten, 
dass sich die Welle nicht. zu schnell und zu viel zurückbewege. 
Sollte das Instrument wegen Unebenheit der Stelle, auf die es 
zu liegen kommt, nicht fest ansitzen; so kann man es durch 2 
durch besondere Löcher führende Fäden an ein Verbandstück 
befestigen, oder wohl auch über die Seitentheile des Plättchens 
Heftpflaster legen. — DLigaturläden, welche schon 4 Wochen 
gelegen und auf keine: Weise hatten entfernt werden können, 
wurden ‚durch dieses Instrument innerhalb eines oder spätestens 
3 Tage gelöst. Neben Einfachheit hat dies hıistrument noch den 
Vorzug, dass das Abziehen des Fadens ohne Zerren geschieht, 
und der Grad der Anziehung genau bestimmt werden kann; 
Auch drückt und zerrt es nicht, ist leicht. zu handhaben und 
hat für den Kranken nichts‘ Abschreckendes. Das dem Originale 
beigefügte Kupfer stellt die Lage des Instrumentes quer über 
einer Wunde mit angezogenen Ligaturfäden und die einzelnen 
Stücke des mittleren 'Theiles dieses Instrumentes vor, so wie es 
auch deutlich macht, wie der an einer tiefen ‘Arterie sitzende 
Faden mit dem Instrumente in Zusammenhang zu bringen ist, 
[v. Gräfe’s und v. Walther’s Journal d. Chir. u. Augenheilk., 
Bd. 14, Hft. 2.) (K— ee.) 
203. Von GrÄärs’s Compressorium zur Stillung 
gefahrvoller Blutungen aus dem Handteller; beschrie- 
ben von Dr. Esser zu Berlin. Im klinischen Berichte vom Jahre 
1829 und 1830 hat v..GrÄrr ausführlich über die Gefahren der 
Blutungen ‚gesprochen , weiche durch Verwundungen des Hand- 
tellers entstehen, und diesen wichtigen Gegenstand neu bearbeitet, 
auch die Verhältnisse sorgfältig ‚entwickelt, unter denen diese 
Biutungen, die so leicht Verlust der Hand, ja selbst des Le- 
bens bedingen können, durch Compressorien zu‘ beseitigen sind. 
— Da eine nähere Beschreibung dieser Werkzeuge ohne Abbil- 
dung nicht gut möglich ist, so muss sich Ref, darauf beschräu- 
ken; hier anzuführen, dass das: von GrÄrg in dieser‘ Absicht 
angegebene Compressorium aus ganz dünnem,. etwas federndem 
Stahlbleche ‚gearbeitet ist und. hauptsächlich aus 2 Bügeln besteht, 
welche in einander greifend, an ihren Enden durch Schräubchen 
verbunden, ein plattgedrücktes Oval bilden. Zu diesen gehört 
als ergänzender Theil noch eine kleine Pelotte, die durch eine 
Druckschraube beliebig fest an die zusammenzudrückende Stelle 
gepresst werden kann... Die dem Originale beigefügten Abbildun- 
gen zeigen das Werkzeug nicht nur in einer in natürlichen Di- 
mensionen aufgenommenen Profilansicht, in der von den Bügeln 
nur der dem Auge zugewandte Rand zu sehen ist, sondern ma- 
chen auch die Construction der Flächen beider Bügel deutlich 
and zeigen, wie das Compressorium an der Hand anzulegen; ist, 
wie die Pelotte mittelst der Schrauben willkührlich fest gedrückt
	        
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