Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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IV. Gynäkologie und Pädiatrik, ; 
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ans rechte Bein, innerlich Tart. stib. und Kxtr. hyose. brach- 
ten nur vorübergehende Erleichterung; allein nach einem’ Kly- 
stiere wurden einige feste Kxcremente entleert, denen drei Mal 
reichliche Entleerungen ‚eines gelblichen, penetrant stinkenden 
Serums, das mit Schleim, Blut und gelben Flocken, die gerühr- 
ten Eiern glichen, gemischt war, folzten, ‘worauf “das Unter- 
leibsleiden schwand. Auch die” Phlegmasia alba blieb aus. Mehr- 
mals sah R., dass sich eine Phlegmasia durch gelinde Diarrhoe, 
trüben molkigen Urin oder starken Schweiss entschied:, ' eine 
vollkommene Entscheidung in so kurzer Zeit war ihm jedoch 
noch nie vorgekommen. {[v. Siebolds’s Journ. XT. 3. 8. 494 
—505.] ‘(Mr.) 
91. Uecber die Behandlung‘ der Retroversio 
#teri, namentlich über, das Verfahren in ausseror- 
dentlichen Fällen, von. Dr; Pu. WoLrErs. Bei einer 30- 
jährigen, 3 Monate schwangern Frau ereignete sich eine voll- 
kommene Zurückbeugung des Uterus; W. versuchte mehrmals die 
Reposition. ohne Erfolg und begnügte sich indessen damit, die 
Harnblase häufig mittelst des Katheters zu entleeren, Klystiere und 
eine Seiten -, -oder wo möglich Bauchlage zu verordnen, wobei 
der Uterus von selbst wieder in seine normale Stellung trat, (Dem 
Verf. scheinen Scumirr’s: Erfahrungen über -diesen Gegenstand 
fremd geblieben zu seyn.) [Gemeins. deutsche Zeitschr:, VIL 1. 
S. 56 — 65.] ; ‘“ (Mr.) 
92. MARsoTTtin’s Fall von Hysterie* durch Kly- 
stiere: von .Asa foetida und GönDrEt’s Causticum 
ammoniacale geheilt. Eine junge Dame; welche in einem 
hohen Grade‘ hysterisch geworden war‘ und : seit: Kingerer Zeit 
ihre Menstruation. nicht hatte, bot die chärakteristischen‘ Kenn- 
zeichen ;einer ;chronischen Gastro-enteritis‘ dar. Alle Schleim- 
häute, besonders die des Mündes‘ und der Bronchien, waren 
krank, die Haut trocken und unthätig, die Cireulation des Blu- 
tes durch Herzklopfen gestört; ausserdem klagte sie über uner: 
träglichen Kopfschmerz, herumziehende Schmerzen in den obe- 
ren Extremitäten, war melancholisch gestimmt und weinte un- 
willkührlich.. Nachdem schon “eine ganze’ Reihe der‘ antihyste- 
rischen Mittel versucht‘ worden war, verordnete M. eines Tages 
ein Kiystier aus anderthalb Drachmen Asa foetida und 1 Pf. Mal- 
venwasser‘ und anderthalb Unzen von Gonoret’s Cuusticum am- 
moniacale ‘(besteht aus gleichen Theilen Liq. ammon. caust., 
Talg und Baumöl) , letzteres als Rubefaciens wegen der Schmer- 
zen in den Extremitäten. Aus Irrthum wurden aber beide Mittel 
zum Klystiere. unter einander gemischt. Sogleich, nachdem es 
gegeben war, entstand heftiger Schmerz, der Mastdarm wurde 
entzündet , corrodirt, ‚und bald stellte sich. eine reichliche Blu- 
tung aus dem After ein. .M.; ‚welcher 'schnelt herbeigerufen 
wurde, liess sogleich 2 kalte Klystiere geben ‚worauf die Blu- 
tung sich minderte, und der‘ Schmerz etwas nachliess, und. am
	        
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