Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

Ye 
V. Gynäkologie und Pädiatrik, 
blauem Gesichte‘ geboren‘, durch Belebungsversuche ze sich ge 
bracht, starb aber nach einer Stunde.‘ Kaum war jedoch das Kind 
geboren und die Nachgeburt entfernt, als sich ein neuer Anfall 
einstellte, und so: alle halbe Stunden fort; in der Zwischenzeit 
verfiel die Entbundene jedesmal in einen soporösen Zustand. Es 
wurden nun eine Venäsection von 16 Unzen gemacht, kalte Um- 
schläge auf den Kopf, eine Mixtur von Tinct. castor., Liq. am- 
mon. 8uc6. aa Dr. jß Ag: chamom. Une. v; Syri rhei 3j, und 
Pulver aus Kxtr.: hyosc., Flor. zinct 7 gr.} Rad. ipecac. gr. 4 ver- 
ordnet, worauf noch mehrmals die Convulsioner wiederkehrten, 
dann aber ausblieben.‘ Da die Kranke noch Benommenheit des 
Kopfes klagte; wurde‘ Calomel gr.] Rheum gr.jjj und Magnes. 
carb. gr ıv mit Zucker'täglich‘ 2 Mal verordnet, wonach reichliche 
Stuhlausleerunger mit‘ vielem Schleime sich‘ einstellten, und die 
Kranke ‘vollends hergestellt wurde: ‘[#. Siebold’s: Journ., XL. 8. 
$. 505— SB +" (Mr.) 
28. Bestätigung’ der Wirkung der Belladonns 
bei‘ hartnäckigen Stricturen des: Muttermundes 
Von Dr, Rıckea in Hadamar: Bet einer 20 jährigen Erstgebä- 
renden eröffnete sich nach 2tägigeh Wehen der Muttermund nicht. 
tngeachtet‘ warme Fomente ‘und ein Aderlass in Anwermndung ge- 
bracht wurden? R, wollte daher eine Salbe aus Kırtr. beltadonn. 
Dr. + Arung. porc. Dr. jjj (mit dem Finger!) in den Muttermund 
streichen, ‘was: jedoch nicht gelang, weshalb er Herb. bella- 
donn. Dr. jj Herb. malv.; Sem: lini aa Dr. jv mit 1 Pfund Was- 
sers zur Hälfte einkochen, durchseihen, und im diese Brühe ge- 
tauchte Schwämme alte halbe Stunden in die Scheide bis an den 
Muttermund bringen liess. Als nach 3 stündiger Anwendung der 
Muttermund &ich beträchtlich erweitert ‘hatte , wurde die Scheide 
durch Injectionen von lauwarmer Milch gereinigt (eine Vorsicht, 
zu welcher R. jedesmal räth) und die Geburt mit der Zange-been- 
digt. In zwei ähnlichen Fällen bestätigte sich diese Wirkung der 
Belladonna im der angegebenen Form: [v. Siebold’s Journ., XT. 8. 
S.521—525.] (Mr.) 
79. Geschichte zweier Zwillingsgeburten. Von 
Dr. Henn. VEzın zu Osnabrück. Eine 40 jährige Frau, die bereits 
drei Mal (zuletzt vor 9 Jahren) entbunden worden war, bekam am 
Ende ihrer vierten Schwangerschaft Wehen, die über & Tage 
lang währten, ohne dass der vorliegende Kindeskopf, neben wel- 
chem fortwährend blutig gefärbtes Fruchtwasser abfloss, vor- 
rückte. Mit Hülfe der Zange wurde dalter der Kopf entwickelt 
und ein zarter Knabe geboren, welchem die Nachgeburt fokzte, 
obschon noch ein Kind in der Gebärmutter zurück war. Das Be- 
finden der Mutier verschlechterte sich jetzt, das‘Gesicht fiel ein, 
der Mund verzog sich, die Augen rollten in ihren Höhlen, die 
Hände wurden kalt, der Puls klein, kurz, es stellten sich Zei- 
chen von Verblutung ein. Wein, Aether und Tinct. cinnamomi 
hoben die Kräfte nicht, sondern es verschlechterte zich der Zu- 
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