Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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UL. Chirurgie. 
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ckelt. Die medicinische Polizei könnte nach dem eben Mitgetheil- 
ten nur den Genuss möglichst junger Schwämme empfehlen, vor 
dem alter, ausgewachsener, in‘ Farbe und Consistenz veränderter 
aber warnen, auch anrathen, alle Schwämme vor dem Kochen mit 
siedendem Wasser wiederholt abzubrühen, wodurch das giftige 
Princip grösstentheils extrahirt würde. [Rust's Magaz., XXXVI, 
1. S. 67—88.] (K—e.) 
II. CHIRURGIE 
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69. Unterschied zwischen der syphilitischen 
und scrophulösen Hodengeschwulst, Von Dr. A. Pam- 
LARD und Dr. Marx. Die syphilitische Hodengeschwulst 
kommt sehr häufig vor und ist nicht ‘selten. für ‚eine scirrhöse‘ 
Geschwulst gehalten worden. :. Da diese  Verwechselung nieht 
ohne Nachtheil ist, und man. nicht selten unnöthiger Weise 
die Hoden exstirpirt hat, machte Dururtren im Hötel -Dieu in 
Paris auf folgende Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen 
Hodengeschwülste aufmerksam: Die syphilitische besteht manch- 
mal lange Zeit ‚ohne dass die Kranken wissen, welcher Ursache 
sie dieselbe zuschreiben sollen. Beim Entstehen derselben empfin- 
det der Kranke gewöhnlich ein Gefühl von Druck. Der Hode 
ist hart, aufgeschwollen und bildet gewöhnlich; eine längliche, 
eylindrische Geschwulst, die wenig‘ Schmerz veranlasst; mehr 
aber durch ihre Last dem Kranken. beschwerlich ist. Oft fühlt 
man etwas Fluctuation, weil die Zwnica vaginalis ein seröses Flui- 
dum enthält. Das Uebel ergreift gewöhnlich aur einen Hoden, selten 
beide, und hat es eine Zeit lang bestanden, so verlässt es den einen 
und springt ‚auf den andern über. Dieses Symptom ist nach Dvu- 
PUYTREN charakteristisch und hat allein öfters die Kranken vor 
der Exstirpation des Hoden geschützt, welche die Wundärzte, in 
der Meinung, einen Scirrhus vor sich zu haben, unternehmen woll- 
ten.‘ Wird ein solcher Hode exstirpirt, so ‘wirft sich das Uebel 
auf den andern, was man nicht für einen Wiedereintritt des 
Seirrhus halten kann, da dieser gewöhnlich am Samenstrange des 
exstirpirten und nicht an dem andern Hoden zum Vorscheine 
kommt. Dieses unterscheidende Kennzeichen ist von grosser 
Wichtigkeit. In allen Fällen, wo man noch über- die Natur des 
Uebels zweifelhaft bleibt, ist es rathsam, noch einige Monate 
lang die antisyphilitische Behandlung zu versuchen, bevor man 
sich zur Operation. entschliesst. Manchmal verschwindet diese 
Geschwulst nach. der Anwendung antiphlogistischer Heilmittel, 
was mehrere Aerzte bestimmt hat, zu behaupten, dass die Syphi- 
lis durch Antiphlogistica vollkommen beseitigt werden könne, und 
dass es kein venerisches Gift gebe; allein es ist ist dies ein grosser 
Irrthum, «und immer bringt die Syphilis, die man auf diese Weise
	        
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