Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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IL Materia medica und Toxikologie,‘ 69 
zung einer Bürde verbunden ist. Bisweilen kommen auch beide 
Wirkungen mit einander und in gleichem Grade vor. Welche spe- 
eitischeir Wirkungen aber auch die Arnica haben mag, immer er- 
regt sie den zweiten oder dritten Tag die verlorene Esslustund ver- 
mehrt die vorhandene und disponirt zu dem’der Gesundheit ange- 
messenen Schlafe.‘ In der gewohnten Lebensordnung wird nichts 
geändert, und man geht in freier Luft spazieren, wobei sich bald 
ein Stechen in der Haut: einfinden wird; Hierbei wird besonders 
auf den, nach erwähnter Methode: aus der Arnica entwickelten, 
absonderlichen Stoff gerechnet; der, da er ein ätherisches oder 
düchtiges Wesen ist; das schon im lauen Wasser verdunstet, in 
den gewöhnlichen Aufgüssen und Abkochungen nicht zu finden ist, 
Auch ist -die haarige Substanz der Blumen schädlich und deshalb 
das Abgiessen durch einTuch nöthig. Da nun, wie der Verf, 
zlaubt, bei allen Krankheiten zuerst die Wirksamkeit des Magens 
zu unterstützen und zu erhöhen: ist,‘ so kommt nichts dem 
Geiste der Arnica gleich, der überall gebraucht werden kann. 
Der Effect vermehrter Esslust wird nie fehlen, und hiermit ist 
auch die Disposition zum Schlafe verbunden, der allein durch den 
relativen Zustand des Magens bestimmt wird. Durch erhöhte 
Wirksamkeit des Magens zeigt sich dann Verbesserung der Säfte 
durch Ausstossen der faulen Materie; ‚dies ist Folge der erhöhten 
Lebendigkeit, und diese Resultat gesunder Säfte. Die Nerven sind 
das Band der Wechselwirkung des Geistigen mit dem Materiellen 
des Lebensprincips, und auch in ‚dieser Beziehung ist der Geist 
der Arnica unübertrefflich. Wie sie jede Verwirrung im Nerven- 
systeme herstellt, so nützt sie auch in Uebeln, denen sich Ner- 
venzufälle zugesellen, wie z. B. in den gewöhnlichen  Spätjahr- 
krankheiten. Sie ist ferner das beste Wurmmittel, ‘hebt jede 
Diarrhoe und eröffnet im entgegengesetzten Falle.‘ Rheumatische 
Zufälle weichen einigen Dosen, der Katarrh aber erfordert meh- 
rere. Besonders ist sie bei innern und äussern Verletzungen durch 
Gewalt an ihrem Orte, wird auch in Frauenzimmerkrankheiten, 
Fehlern des Gehörs, der Augen ete., die auf Stockung der Säfte 
beruhen, heilsam. Nächstdem ist sie auch ein antisyphilitisches 
Mittel , bewährt sich alten Personen durch Erhöhung der Lebens- 
kraft als Präservativ, ist bei Hämorrhoidalleiden wirksamer als an: 
dere Mittel und dient gegen Cholera nicht nur als Präservativ, 
sondern als erstes Heilmittel im Zeitraume der Vorboten. — Ref. 
zlaubte diesen Aufsatz, der nach einer im vorigen Jahre zu Frank- 
furt a. M. erschienenen Schrift (Bekanntmachung einer besondern 
Methode zur Erhöhung der Heilkräftigkeit der For. arnicae etc.) 
als Bereicherung der- Pharmakologie dargeboten wurde, nicht 
übergehen zu dürfen, wenn er sich auch, wie billig, an die unge- 
messene Vorliebe des Verf. für die Arnica vielfach stiess. — 
LAllgem. medic. Zeit, 1831. Nr. 5. 5. 68—783.] (K—e.) 
65. Rumer acutus gegen Leberverhärtungen, 
Gelbsuchtund verschiedene Hautkrankheiten. Nach
	        
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