Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

685 I. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
nigstemns eine Affection des genannten Nerven schwerlich verkennen 
lässt. Schliesslich stellt er die Vermuthung auf, dass die von 
LENTIN im Supplementbande seiner Beiträge, S. 461 beschriebene 
Krankheit seines Sohnes auf ein ähnliches Grundleiden reducirt 
werden dürfe. [Rust’'s Magazin, XXXVT. 1. S. 89—97.] 
(Hr. 
81. Ueber Phthirfasis. Dr. Sram eh im No- 
vember- und December- Hefte 1829 des Hoxn’schen Archivs die 
Meinung auf, dass die Läusesucht fast stets mit dem Geschlechts- 
triebe in Verbindung stehe, meist die strafende Folge einer ün- 
natürlichen Befriedigung desselben sey, tadelte, dass man bei 
dieser Krankheit das Product für die Ursache gehalten und sie 
daher falsch behandelt habe, und schlug zurHeilung den Cäampher 
vor, Dr. Kurz zweifelt, dass Dr. StTEGMANN hinlängliche eigene 
Erfahrung habe, um ‚diesen Schluss ziehen zu können, führt 
selbst zwei Fälle an, wodurch die aufgestellte Ansicht allerdings 
durchaus nicht bestätigt wird, so wie er auch selbst in STEGMANN’e 
Beispiele keine Bestätigung gefunden haben will, und ‚stellt sei- 
ner Seits die Hypothese auf, dass die Thierchen wohl das Pro- 
duct der Krankheit, welche in Folge eines tieferkrankten Vege- 
tationsprocesses (was auch uns wahrscheinlicher) entstanden sey. 
abgäben, und daher von dem Campher schwerlich etwas zu erwar- 
ten sey. [Rust's Magazin, XXXVI. 1, 8S.97—111.] (H—r.) 
62. Beschaffenheit der Häare' äes Weichsel- 
zopfes. Ueber die Veränderungen, welche das Haar durch den 
Weichselzopf erleidet, herrscht bekanntlich noch grosser Streit. 
Berthold, der Gelegenheit hatte, hierüber Untersuchungen an- 
zustellen, benutzte Kieselbe, um zur Lösung folgender Fragen 
beizutragen: 1) Findet ein Blüten und eine Empfind- 
lichkeit der Haare Statt? 2) Löst sich das Weich- 
selzopfhaar dürch Kochen mit Wasser in ühver- 
schlossenen Gefässen auf? 3) Woher nimmt die. die 
Haare zusammenklebende Materie ihren Ursprung! 
4) Wie verhält sich das Weichselzopfhaar unter dem 
Mikrescope? — Was den ersten Punkt ‘betrifft, so stimmt er 
der Ansicht WEDEMEYER’S bei, dass die Annahme einer Blutung 
nur auf Täuschung beruhe, indem die gelbliche und bräunliche, 
aus den Haaren ausschwitzende Materie mitunter einem halbver- 
faulten Blute ähnlich sehe. Mit der Empfindlichkeit der Haare 
verhalte es sich eben so; sie habe nicht ihren Grund im Haare 
selbst, sondern mehr in. der Kopfhaut und der Umgegend der 
Haarzwiebeln und werde, nur durch das Berühren der Haare ver- 
mehrt. — Um über die zweite Frage Aufschluss zu erhalten, 
kochte er die Haare in einem offenen Gefässe 24 Stunden lang 
anhaltend, ohne aber im Mindesten eine Löslichkeit zu bemerken. 
Es hatte sich aber sehr bald die fett - oder seifenartige Materie, 
durch welche die Haare verklebt sind, zum Theil aufgelöst, und 
BERTAOLD glaubt dechalb, die von manchen Schriftstellern ange- 
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