Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

62 I. Pathologie, Therapie, und medicinische Klinik. 
sich kühlende: Neutralsalze in. sehr. verdünnter Auflösung, und 
ihre Wirkung unterstüzten  ahleitende, erweichende Lavements, 
Aderlässe, erschöpften die‘ zur Reconvalescenz höchst nöthigen 
Kräfte so;.dass die Wiedergenesung drückender, als. die Krank- 
heit wurde, blieben. also: in. der Behandlung. .weg. Die mehr 
rheumatische: Form erforderte nach Ausleerungen:. den Brech- 
weinstein mit Salmiak, und. wo die rheumatischen. Schmerzen 
sich fixirten,. mützten Vesicantia ‚und reizende Kinreibungen, 
Die. antigastrische Methode durfte nur fortgesetzt werden, bis, 
ungeachtet der belegten Zunge,,. einige .Ksslust. wicderkehrte, 
Dann ‚waren leichte aromatische Aufgüsse und später bittere In- 
fusionen a2 ihrem Platze... Kxtracte reizten meist. In der im- 
mer. Jangsam . vorschreitenden.. Reconvalescenz halfen kräftige 
Nahrung uud Wein. Bei den: Wechselfiebern wurde häufig die 
Rinde als ‚Pulver .nicht vertragen ; aber das: Chininum muriali- 
cum versagte, seine Wirkung nicht. , [Rust's Mayazin, XXXVIL 
1. S. 111—122,} 0. u (K—es) 
. 87. ‚Deberx den Erfolg, der Anwendung des Am- 
monium gegen Cholera... Vom Herrn. Dr. WiLmans. in 
Fraustadt.:—' Khe noch Eisenmann: in Würzhurg das genannte 
Mittel gegen. die: Cholera empfahl; , hatte Herr Dr. W. an das- 
selbe. gedacht... Er hielt ‚nämlich . die .Cholera weder ‚für eine 
contagiöse, noch überhaupt:für eine wirkliche. und. ächte Krank- 
heit,. weder für ein Wechselfieber,. noch: für eine Friesel-, noch 
für’ eine Epilepsieform, sondern. für, ‚eine: Vergiftung, ‚und. zwar 
für ‚eing Blut; Nerven - ‚und: Lebensvergiftung durch ein saures 
Gift, und ‚stellte. sie anders, z..B. Blausäure-,, Arseniksäure- und 
Vipernbissvergiftungen;, ‘gleich, die doch .anch .nicht. wirkliche 
Krankheitay;s wenıs auch Kränkungen sind, , Gegen diese saure 
Vergiftung. .sehlug. derselbe schon im ‚July; v...J. der königl. 
preuss,, Immediateommission, gleich zu Anfange des Anfalls,. zur 
Desinficirung des Kranken und seiner Atmosphäre ‚ eine durch- 
greifende und. consequente kalische Methode yar. In den Zim- 
mern sollte frisch gebrannter, Kalk gelöscht, kalische Bäder 
und Waschungen ‘sollten benutzt „und als Hauptmittel . in- 
nerlich und äusserlich das. flüchtige Ammonium gegeben werden, 
in. dem der Empfehler ein höchst. wirksames Erwärmungs-, Be- 
lebungs- ‚und Blutbewegungsmittel sah. Im Sept. wurde Herr 
Dr. W. als Choleraarzt nach Posen gesendet, wo er in dem 
nahen Städtchen Rogasen, welches 3800 Einwohner hat, eine 
starke Epidemie. von 339 Erkrankungen mit 229 Todesfällen 
beobachtete, Weder andere gerühmte Methoden noch die Am- 
moniumcar. bewährte sich. Gegen die Mitte der. Epidemie 
schlug man hierauf mit etwas besserm Erfolge den entgegenge- 
setzten Weg mit Magnes. sulphur., Kali carb. und Tinct. opü 
in Wasser innerlich und mit mässiger Erwärmung,-Sinapismen 
und flüchtigen Kinrcihungen äusserlich ein.: Mehrere: Kranke 
genasen ‚auch. beim blossen Kaltwassertrinken im warmen Bette- 
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