Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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J. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 58 
Form recht dienlich. Das Opium wagte man in grosser Gabe 
nicht zu geben, da die Krankheit viel Achnliches mit Vergif- 
tung durch Opium hatte. Warme Bäder leisteten etwas, griffen 
aber oft die Kranken sehr an. Kalibäder brachten mehr Nach- 
heile als Vortheile, meist regten sie zu sehr auf, Günstiger 
wirkten Dampf -, besonders Essigdampfbäder. Am günstigsten 
wirkte anhaltendes Frottiren mit reizenden Spirituosis und Warm- 
halten durch Wärmflaschen. Den Blutumlauf anfachende und 
das weitere Sinken der Kräfte verhütende Mittel leisteten viel. 
Hierher gehörten Valer., Serpent. , besonders Angelica, Camph., 
Lig. Mind., Lig. c. c. succ.. etc. Häufiger, als dem Kalomel, 
folgte diesen Mitteln Schweiss, und der Sturm legte sich. Zu 
jange Fortsetzung dieser Methode begünstigte entzündliche Com- 
plicationen. In der schwerern Form wurde später Campher das 
Hauptmittel, nächstdem Nervina und Diaphoretica. Kaffe er- 
quickte ungemein. In gelindern Fällen bewährten sich vorsich- 
tige Blutenziehungen, Hautreize, Wärme, Kalomel, Opium u. 8. W., 
später auch Magisterium bismuthi, was in der schweren Form 
zar nichts leistete. Glich die Cholera einer entzündlichen Car- 
dialgie, oder fand sich nur choleraartige Diarrhoe, so war das 
Jetztere Mittel ausgezeichnet. Die eben erwähnte Form forderte 
auch Opium in grossen Gaben, doch nicht zu lange Zeit. Höchst 
nöthig war es, die Kranken bis zur vollen Reconvalescenz im 
Bette zu halten. Kaltes Wasser, nur nicht zu viel, schadete 
nicht. Gegen Brechen half Mag. Bism., Magnes., thierwarme 
Kuhmilch, kaltes Wasser löffelweise, bisweilen auch etwas Gei- 
stiges. Auch gegen Durchfall leistete Magist. bism. mehr als 
Opium, Nur vomica und Adstring. Unter den Complicationen 
leistet die Kunst besonders bei der entzündlichen viel. Aderlass 
und Kalomel waren ganz am Platze, wenn der Orgasmus des 
Bluts die Höhe der Entzündung erreichte; weniger heftigen 
Fällen entsprach das Elir. acid. Haller. Die Versäumniss einer 
halben Stunde war oft in dem erstern Falle nicht auszuglei- 
chen. Die Nerrosa stupida forderte äussere Reizmittel, Arnica 
etc. Was endlich die sanitäts-polizeilichen Maassregeln, welche 
man in Mitau traf, anlangt, so übergehen. wir hier dieselben, 
so passend sie auch waren, wohl billig mit Stillschweigen, da 
die vorzüglichsten derselben schon von andern Orten her un- 
sern Lesern bekannt sind. [Rust’s Magazin, XXXVT. 1. S. 139 — 
197.] , (K—e.) 
52. Die Cholera ist eine Febris intermittens epi- 
demia perniciosissima. Correspondenznachricht vom Hofr. 
D. Hınze in Waldenburg. — Ehe noch Gosse zu Genf in Hv- 
FELAND’S Journal (1831. 8tes St. S. 125.) seine Ansicht über: die 
Cholera bekannt machte, nahm Hınzez, bestimmt durch Ge- 
schichtforschung, Analogie und Nachdenken, das Wesen der- 
selben identisch mit der Febris intermittens an. So viel aber 
auch hierfür spricht, so hat diese Meinung doch wenige An-
	        
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