Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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VI. Gynäkologie und Pädiatrik. 
das Operiren mit dem scheerenförmigen nöthigen Vorbereitun- 
zen, als das Oeffnen der Geschwulst, Losschälen der Kopf- 
bedeckungen und Aufsuchen einer Nath, wodurch zugleich die 
Operation jedenfalls schmerzhafter wird, ausgeführt hat. End- 
lich kann auch dem trepanförmigen Instrumente eine Einrichtung 
gegeben werden, dass es sehr schnell perforirt, dass es sicher 
and ohne Schwierigkeit durch die Weichgebilde dringt, selbst 
bei einer sehr bedeutenden Kopfgeschwulst, und dass es die 
Hirnhäute hinlänglich zerstückt, den Zusammenhang des Gehirnes 
aufhebt und dessen Abfluss begünstigt. — Hr. Prof. H. hat 
es versucht, die angeführten, den trepanförmigen Perforatorien 
gemachten Vorwürfe durch einige an dem von Kınıan erfunde- 
nen trepanförmigen Perforatorium angebrachte, höchst zweck- 
mässige Veränderungen, zu entkräften; es operirt sich, wieder- 
holten vom Verf. selbst und seinen Schülern an Leichen ange- 
stellten Versuchen zu Folge, mit dem anscheinend sehr künstlich 
complicirten Instrumente leicht, schnell und sicher, und er for- 
dert die Fachgenossen, namentlich Vorsteher von Gebäranstalten, 
auf, Versuche damit zu unternehmen und ihn über die etwaigen 
Mängel oder die Brauchbarkeit des Instrumentes zu unterrichten. 
— KEine beigefügte Kupfertafel macht die angebrachten Verbes- 
serungen anschaulich. — Der Instrumentmacher Zaseır in Kö- 
nigsberg verfertigt das Instrument für 16 Rithlr. [Gemeins. d. 
Zeitschr. für Geburtsk‘, Bd. VII, Hft. 2.] (L—t.) 
128, Vom Gebrauche des Tampons bei durch 
fehlerhaften Sitz des Mutterkuchens entstandenen 
Gebärmutterblutflüssen; von Dr. Lorenz, Bezirks- 
arzte zu Romberg im Grossherzogthume Hessen. Seit Wı- 
GAnD (im J. 1808) den Gebrauch des Tompons bei durch 
Plac. praevia entstandenen Blutflüssen empfahl, dem damals 
Jörg entschieden widersprach, ist der Tampon meist gar nicht, 
oder doch nur oberflächlich in den geburtshülflichen Schriften 
erwähnt worden, bis neuerlich Buscm (s. dess. Lehrb. d. Ge- 
burtskunde, 1829, S. 461) desselben wieder ausführlich gedenkt, 
jedoch seine Anwendung, nach Wıeanp’s Sinne, nur bei 
excentrischem Sitze der Plac. praevia empfiehlt, indem dadurch 
häufig nicht allein der Blutfluss gemässigt oder ganz gestillt 
werde, bis sich der Muttermund einigermaassen geöffnet habe, 
sondern zuweilen auch noch die Geburt, mit Erhaltung der 
Mutter und des Kindes, durch die Natur beendigt werden könne. 
Bei centrischem Sitze der Plac. erwartet er jedoch keine Hülfe 
vom "Tampon, obwohl es scheint, als wolle er denselben zuvor 
versucht wissen, um die hier so überaus wichtige freiwillige 
Erweiterung des Muttermundes abwarten zu können. Allerdings 
ist bei der in Rede stehenden Geburtsabnormität die Prognose 
für Mutter und Kind desto günstiger, je geringer der Blutver- 
lust, bis Kunsthülfe angewendet werden kann, und jemehr bei 
Anwendung der letzteren der Muttermund bereits erweitert ist; 
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