Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

IV. Materia medica und 'Foxikologie. 4“ 
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von Menschenköpfen aller Racen von Werth seyn. In den obern 
Theil des Schädels wird ein Loch geschlagen und durch das- 
selbe das Gehirn entleert. Die Kopfhöhle wird sodann ganz 
sauber ausgewaschen, und der Kopf hierauf einige Minuten in 
siedendes Wasser getaucht, wodurch die Epidermis sich abstreift, 
Dabei achtet man aber darauf, die Haare nicht in’s heisse Was- 
ser zu bringen, weil sie davon ausfallen, während sie mm, 
wenn der Kopf erkaltet ist, fester haften. An die Seiten der 
Nase werden Plättchen angebracht, damit sie ihre urspüngliche 
Gestalt behalte, auch steckt man kleine Holzstückchen in 
dieselbe, damit sie nicht einschrumpfe, und stopft sie zugleich 
mit Flachs aus. Die Augen werden ausgerissen, und die Augen- 
lider und der Mund, um die Form zu erhalten, vernäht. Hier- 
auf wird der Kopf in einen Backofen gebracht, der nur oben 
eine passende Oeffnung hatz man lässt Hitze und Rauch in den 
Kopf eindringen. Dabei giebt man Acht, dass auf dem Ge- 
sichte keine Runzeln entstehen, und streicht deshalb die Haut 
wiederholt mit der flachen Hand. Ist der Kopf völlig gedörrt, 
wozu gegen 30 Stunden erfordert werden, so wird er, an einem 
Stabe befestigt, der Sonne ausgesetzt, und um ihn glänzend zu 
machen, mit Oel häufig gesalbt. [ Berl. medic. Zeitung, 1832, 
Nro. 10, nach Journ. of royal Instit. of Great - Britain. ] 
(K—e.) 
402. Künstliche Geschwüre gegen Hemihlegie 
and andere hartnäckige Hirnaffectionen. FPRrITcHARD 
zu Bristol rathet, längs der Pfeilnath oder etwas weiter nach 
hinten am Kopfe einen kleinen Einschnitt zu machen und dann 
an dieser Stelle eine Eiterung durch ein Fontanell mit einer, 
oder mehreren, täglich frisch einzulegenden Erbsen zu unter- 
halten. Dasselbe Verfahren soll, wie die Lond, medic. Gazette 
meldet, die in typhösen Fiebern Statt findende Betäubung, 
sowie den tiefen, einer Betäubung ähnlichen Schlaf glücklich 
beseitigen. [v. Froriep’s Notizen, Nro. %03.] (K— e.) 
403. Holzsäure bei wunden Brustwarzen und bei 
grosser Reizbarkeit und Excoriationen derselben hat, mit Eiweiss 
vermischt, BurRcxHARnT in Marienwerder sehr hülfreich befunden, 
[Rust's Magazin, 36. Bds. 2. Hft.] (K—e.). 
404. Austern gegen mehrere Brust- und Unter- 
leibskrankheiten. MNaucnHE empfiehlt dieselben statt der 
von Montpellier her angerathenen, Vielen ekelhaften Wein- 
bergsschnecken. (Siehe oben, Nro. 254.) Um die Austern we- 
niger reizend zu machen, ersetzt man das in ihnen enthaltene 
Seewasser durch Milch. [v. Froriep’s Notizen, Nro. 411.] 
(K—e.) 
405. Das Persesqguinitrate de fer (anderthalb salpeter- 
saaures Eisenoxyd) wendet Kerr seit mehreren Jahren in allen Arten 
von Diarrhöen mit grossem Nutzen an. Bereitung des Mittels: 17 3 
Kisen werden mit 3 3 Salpetersäure, die durch 15 3 Wasser verdünnt
	        
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