Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

#64 11. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
führliche Beschreibung derselben‘ geben. [Allgem. medic. Zeit., 
1832, Nro. 24 u. 25.] . (K— e.) - 
392. TLuberkeln im Unterleibe; von J. ScHwiırt. 
Ein junger Mensch zeigte, ‚als er in’s Richmond - Hospital auf- 
genommen wurde, Geschwiplst des Unterleibes mit Ansammlung 
von Flüssigkeiten in demselben. Eine abgeflachte, feste Ge- 
schwulst mit unregelmässiger Oberfläche füllte die Oberbauch- 
gegend und die Nabelgegend so aus, dass man sie, wäre sie 
nicht beweglich gewesen, für die vergrösserte Leber. hätte hal- 
ten können. In der Unterbauchgegend liessen sich ähnliche, 
gehen so feste, aber unregelmässigere Geschwülste durch’s Gefühl 
entdecken. Schmerz war bei der Bildung dieser Geschwülste 
nicht empfunden worden, auch schmerzten sie, wenn man sie 
drückte, nicht.“ Animalische Kost erzeugte Druck und Schwere 
im Magen, vegetabilische Blähungen. Nach einer reichlichen 
Mahlzeit erfolgte Erbrechen; nach einer geringen ging die Ver- 
dauung gehörig von Statten. Puls schwach, 80 — 90; Dyspnöe, 
bein Bücken vermehrt; Zunge weiss; Stuhlgang träg; Kollern 
im Leibe; Haut trocken und rauh; Urin sparsam; Durst “ark; 
Schlaf unruhig; Mattigkeit; abgefallenes, gelbliches Gesicht mit 
dem Ausdrucke grosser Leiden. Vor %Z Jahren wollte der Kranke 
durch gekaufte Beinkleider (®??) von Syphilis angesteckt worden 
seyn. Er gebrauchte 3 Wochen lang‘ Quecksilber, arbeitete 
während dieser. Zeit in einer Branutweinbrennerei und trank 
tüchtig. Dadurch soll seine jetzige Krankheit entstanden seyn. 
Er bekam Frost, fliegende Hitze, Schweisse, Mangel an Appetit. 
5 Monate später schwoll der Leib; Hämorrhoidalknoten, gerin- 
ger Urin, Schwere in der Oberbauchgegend, fliessende Schmer- 
zen im Unterleibe stellten sich ein. 3 Monate später entstanden 
Athmungsbeschwerden und Schmerz im linken Epigastrium beim 
Bücken, und jetzt entdeckte der Kranke zuerst eine Geschwaulst 
iin Unterleibe, die 2 Hände breit geyn mochte und täglich wucas. 
In den letzten 6 Monaten hatte der Kranke bloss von ‘Chee 
und Brod gelebt, da er andere Kost nicht vertragen kann. Alle 
1, 5 Tage tritt Stuhl ein, dessen Farbe natürlich. Oft hört 
der Kranke Gurren in den Därmnen und empfindet dabei etwas 
Schmerz im Unterleibe mit Drang zum Stuhle, niemals aber 
Tenesmus. Die Winde plagen ihn sehr; ihr Abgang bringt mehr 
Erleichterung, als Stull. Vor 3 Monaten litt er 3 Wochen an 
galligein, sich am Morgen jedes 2. oder 3. Tages einstellendem 
Erbrechen, ging in’s Steeven’s-Hospital, wo durch den Gebrauch 
diuretischer Mittel der Umfang des Bauches geringer wurde, 
der übrige Zustand unverändert blieb. Im Richmond - Hospitale 
liess man flüchtiges Liniment in den Unterleib einreiben und 
gab Abführmitiel, doca ohne Erfolg, denn nach 6 Wochen ver- 
schlimmerte . sich das Allgemeinbefinden; .,Tympanitis , Dyspnöe, 
Mangel an Appetit, Abmagerung nahmen ‚zu. Der Kranke kann 
nicht auf der linken Seite liegen, Häufiges Erbrechen. Die 
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