Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

52 1ll1 Pathologie, Therapie und medicinjsche Klinik. 
‚aucht er einen Flanellstreifen, legt ihn auf die Wirbelsäule, be- 
deckt ihr mit einem befeuchteten Leinwandstreifen und fährt 
dann über das Ganze mit einem erhitzten Bügeleisen weg. So- 
gleich verflüchtigt sich die Flüssigkeit und bringt auf der Wir- 
belsänule eine grosse Reaction hervor, Honore, Einreibungen von 
Campherspiritus und Cantharidehtinetur; alle halbe Stunden ein 
Viertelklystier aus Reiss, Krtr. Ratanh., Laud, liq. S. und Aeth. 
sulphur.; alle halbe Stunden 1 Esslöffel Malagawein; die potion 
anti-emetique de Dehaen (de Haen?) mit einem Zusatze von 
Laud. lig. Syd. und liq. an. min. H.; Blasenpflaster auf den Rü- 
cken; des Nachts alle Stunden 1 Esslöffel von Vin. Malacens, 
3jn. Syr. diacod. 3j. Diese Behandlung soll mehrere Kranke ge- 
rettet haben. BaLıy hat seine Methode oft geändert, Opium, 
Chinin, Blutentziehungen, eiskaltes Wasser, Crotonöl versucht 
und ist jetzt beim Galvanismus stehen geblieben, der zu nützen 
scheiut und auch von BrescHerT versucht wird. Der ungenannte 
Berichterstatter eifert sehr gegen die Verordnung der Regierung, 
alle Cholerakranke, die in das Hötel-Diew gebracht werden, in 
zwei Sälen zusammenzuschichten; er nennt sie eine mesure de- 
sastreuse, eine erreur funeste. — Höpital de la charite, Die 
Aerzte desselben befolgen. die gewöhnlichen Indicationen. Fov- 
auiER. Ammon. acet. 3jj, Aq- cinnam. 5} löffelweise genom- 
men; 2 Gran Opium, in 4 Pillen getheilt, täglich; Sinapismen; 
Einreibungen mit Campherspiritus; Chamillenthee mit Ammon. 
acet. zum Getränk; bei Wiedererscheinen des Pulses und der 
Wärme 15—20 Blutegel (wohin ?). Dance und RaAyER hefolgen 
dieselbe Methode; letzterer giebt noch. Laudanumklystiere, Ruz- 
LIER giebt Aeth. sulphur. 93, Laud. Kg. $. 5), Ag. menthae 3}ß 
in einem Decoct. capit.. papav. (in welchem Verhältnisse, wie 
oft?2). LERMINIER Setzt dem aus Krausemünze und Orangenblät- 
tern bereiteten 'Thee Ammon. lig. zu und giebt folgende Mi- 
schung: Ammon, acet. 36, Aeth. eulph., Laud, liq. $. ca 3) 
Ag. menth. libr. j, Syr. 3jj (wie viel davon, wie 0ft22). — Hö- 
pital de la Pitig, Die Aerzte desselben haben sich zu einer und 
derselben Behandlung entschlossen: Zum Getränk frische Limo- 
nade und warmer Thee; alle halbe Stunden 1 Esslöffel von Ag. 
flor. til., Aq. menth. x 5;R, Syr. flor. aurant. 3j, Laud. Kig. 
Syd. 3jjj; von Zeit zu Zeit ein Viertelklystier aus Eibisch mit 
3} laud. lig. S.; ein Erwärmungsapparat, um Hitze in das Bett 
des Kranken zu leiten. [Gazet*c medicale de Paris, Tom. ILL, 
Nr. 14, 3. Avr. 1832. Diese Zeitung erscheint von dem ge- 
nannten Tage an noch unter dem besondern Titel: Journal spe- 
eial du ehelera-morbus.) (H—1.) 
381. Ueber die Cholera in England; ein Brief des 
Prof. DrLpEcH (vgl. Nr. 384). D. hat mit Dr. Costs von Mont- 
pellier und Dr. Löwrnnayn von Moskau die Cholera in England 
überall, wo sie ausgebrochen war, beobachtet. Das Resultat 
dieser gemeinschaftlichen Bemühungen ist folgendes: Genaue Se- 
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