Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

130 I[. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
des Opiums; und endlich den Gebrauch von Ag. menth. pip., oder 
auch mercwurialis, Agq. pulegü, oder Ag. dest. cort. citri, oder 
Ol. menth. pip. zu einigen Tropfen in einem Glase Wasser, oder 
Ag. lavendul., oder Spir. meliss. zu 10—15 Tropfen in einer 
kleinen Tasse mit wenig Wasser, Morgens und Abends vor 
dem Essen zu nehmen, so wie den Genuss von Knoblauch und 
Zwiebeln. Füurchtlosigkeit und Vertrauen auf den göttlichen 
Schutz sind vorzüglich nothwendig. — Hat sich die Krankheit 
bereits ausgebildet, so verordnet der Verf. augenblicklich Frictio- 
nen der Hände und Füsse mit trocknem Flanell, oder KEinrei- 
bunzgen von Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, spanischem 
Pfeffer, starkem Arak, Spir. sal. ammon., Raute, "Theriak, allein 
oder mit einander; darauf wird ein Aderlass von 15 Unzen und 
darüber veranstaltet, und sollte das Blut nicht fliessen, der Theil, 
wo man die Ader öffnen will, ordentlich eingerieben, und inner- 
lich ein Thee von Herb. salviae, Rad. paeon. officin. gereicht. 
Bei Schmerzen in der Magengegend und um den Nabel. werden 
ungefähr 20 Blutegel angesetzt, oder ein Pflaster mit starkem 
Arak , oder ein Klixir mit Ol. sem. strammon. öfters‘ aufgelegt. 
Man könnte auch etwa 5 oder 10 Stück von zuvor in Oek: gekoch- 
tem ,. spanischem Pfeffer auflegen, oder auch‘ Ol. menth. pip., 
oder Ol. roris marin. mit Ol. olivar. als Liniment brauchen. 
Nach der Einreibung wird der Theil mit feinem, erwärmtem Mus- 
selin bedeckt. Ausserdem soll der Kranke Thee von Rad, pacon. 
officin. oder in eine Tasse Wasser einen Tropfen Ol. menth, 
oder: Ol. salv., oder Ol. ror. marin. mischen und zur Linde- 
rung der Schmerzen nehmen. Da eine allgemeine Transspira- 
tion nothwendig ist, muss: man dem Kranken- einen Thee von 
Paeon, et Flor, sambuc., oder einfachen guten (Chinesischen) 
Thee geben, worauf er ein wenig transspirirt. Bei zei- 
tiger und avgenblicklicher Anwendung der genannten Mittel 
in prophylaktischer und therapeutischer Hinsicht wird. ein Jeder 
leicht mit Gottes Hülfe gerettet. [Hufeland’s Journ. d. prakt. 
Heilk., Jan. 1832, S. 33—47.] ' (Fr.)' 
5369. Ueberdas Herbstgallenfieber; vom Dr. Lauts 
zu Neustadt - Gordens in Ostfriesland. Keine Krankheit, das 
Wechselfieber ausgenommen, kommt in den Marschgegenden 
häufiger vor, als das Gallenfieber. Es zeigt sich im Nachsom- 
mer jedes Jahres unter den Landieuten und herrscht in einzel- 
nen Jahren durchaus: epidemisch; so dass nicht selten in einem 
Hause: 3 der Bewohner zu derselben Zeit daran krank liegen. 
Besonders machen: heisse Sommer mit wenig Regen zu diesem 
Fieber geneigt. Manche Aerzte suchen den Grund desselben 
allein, doch wohl mit‘ Unrecht, in: der Hitze, andere im Wasser, 
was für den ersten Augenblick etwas für sich hat, bei genauerer 
Untersuchung aber: sich nicht: als wahr bestätigt. Nur Hitze 
and Dürre begünstigen die reichliche Bildung von Sumpfluft, und 
diese ist nach Allem die entfernte Ursache des in Rede stehen- 
dell 
ein 
STE 
Alt 
zu 
stil 
zu 
erk 
ep! 
Dr: 
ges 
din 
das 
wö 
hei 
ah. 
de: 
vel 
M: 
nd 
Mi 
na 
or 4
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.