Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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V. Gynäkologie und Pädiatrik. 
eine leichte Metritis, die durch einen Aderlass gehoben wurde. 
Ein Kind mit einer Kopfblutgeschwulst wurde durch bloss aro- 
matische Umschläge davon befreit. In einem Falle von Schief- 
lage des Kopfs und Vorfall des Armes und der Nabelschnur 
wurde die Wendung gemacht. Das Kind, welches 10 Pfund 
wog, wurde mit Schwierigkeit ausgezogen, gab noch Lebens- 
zeichen von sich, konnte aber nicht wieder ins Leben zurück- 
gebracht werden. — Im September und October fiel, 
eine präcipitirte Geburt, deren Dauer 1} Stunde betrug, abge- 
rechnet , nichts Bemerkenswerthes vor. — Die Anstalt wurde 
in dem genannten Zeitraume von 50 Praktikanten besucht. 
[v. Siebold’s Journ. XI. 2. S. 189 —224.] (Mr.) 
29. Uebertragung der Kuhpocken von der Mut- 
teraufdas Kind vor der Geburt. Eine Schwangere wurde 
am 3. April 1813 vaccinirt. Nach 9 Tagen, als die Kuhpocken in 
voller Blüthe standen, wurde sie von einer muntern Tochter 
entbunden, die bald nach der Geburt eine Stunde weit zur 
Taufe getragen wurde. Das Kind wurde mit frischer Kuhmilch 
genährt und gedieh gut. Inzwischen bemerkte man regelmäs- 
sige Kuhpocken am Arme des Kindes, genau so aussehend und 
von derselben Anzahl, wie bei der Mutter. Nach 6 Wochen 
starb das Kind nach einer 3tägigen Krankheit an einer zufälli- 
gen Magen- und Brustaffe-”- " 4u8 einem schwed. Journale 
in v. Siebold’s Jourr- &. 363, mitgetheilt von Dr. 
Steinthal in Berlin.} (Mer.) © 
30. Beispiel eines 13monatlichen, todtgebore- 
nen Fötus, von Cornen.. Eine gesunde 38jährige Frau ver- 
lor Anfangs Juli 1828 ihre Reinigung, fühlte im October (?) 
Kindesbewegungen, die bis zum Jannar fortdauerten, dann sich 
aber verloren, und im August 1829 gebar sie einen Fötus, der 
im öten oder 6ten Monate abgestorben zu seyn schien, 9—10 
Zoll lang, 6 Unzen schwer, sehr eingeschrumpft und abgema- 
gert war und eine Farbe wie gegerbtes Leder hatte; ohne ei- 
nen üblen Geruch zu verbreiten. Die Mutter blieb gesund. 
{Aus Med. Gazette in v. Siebold’s Journ, XI. 2. 8. 352—8358, 
mitgetheilt von Dr. Steinthal in Berlin.) (Mr.) 
31. Zwei Fälle von Phlegmasia alba dolens, von 
Dr. Heramann VeEzın zu Osnabrück. Erster Fall. Eine 
früher regelmässig menstruirte, 2%jährige Blondine gebar am 27. 
November 1828 ihr fünftes Kind, das vier Tage nach der Ge- 
burt wieder starb. Die Mutter liess sich hierauf durch ‚eine 
zugige Flur in ein anderes Zimmer tragen und hütete das 
Bett nicht mehr. Am 8. December klagte sie über heftige 
Schmerzen im rechten Unterschenkel, der‘ bedeutend ange- 
schwollen, hart war, keine Gruben heim Drucke des Fingers 
hinterliess und glänzend weiss war. Dabei war die Zunge be- 
legt, Mangel an Appetit, Uebelkeit, starker Durst und Leibes- 
verstopfung vorhanden. Die Milchabsonderung‘ hatte aufgehört 
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