Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

334 1. Pathologie, Therapie ‚und, medicinische Klinik. 
sehr fest, dunkel, blutreich.. Die Nerven zeigten mit grösster 
Mühe und Sorgfalt untersucht. doch nichts: wesentlich Krankes; 
höchstens fand man Bliut- und Saftreichthum in ihnen. Nur 
der ischiadische Nerv wurde. meist am Oberschenkel aufgelo- 
ckert, und besonders reich an Serum und Blut ‚beobachtet, doch 
war seine Textur nie verändert, ‚Der N, cräural., obturat. und 
die. Nerven der obern Extremität waren ‚meist ganz weiss und 
minder blutreich,. als der ischiadische Nery. :Am Stamme des 
Nerv. sympath.'magn. und dem Plexus sotar., zeigten; sich keine 
Texturveränderungen, wohl aber war das diese. Nerven ‚umge - 
bende Zellgewebe so blutroth , :wie die. innern Theile,, und die 
grössern Ganglien in der Bauchhöhle erschienen etwas dunkler, 
als gewöhnlich, auch war bisweilen, wenn man sie mit der 
Lupe ansah, ihre Masse ‚stark injicirt. —. Was,das Blutge- 
fässsystem anlangt, so war bei den Meisten;früher ein, wohl 
auch zwei Mal ein Aderlass gemacht worden; .Der..Herzbeutel 
zeigte sich immer stark injicirt, ziemlich ausgedehnt. und 6 Mal 
so sonderbar durchsichtig und. klar, wie dies.oben beider Dura 
mater erwähnt wurde. Kr enthielt ziemlich ‚viel helles ung 
wasserreiches, . dünnes Serum,‘ das’ bei, wenigen. gelblich ‚oder 
mehr eiweissartig war. Das Herz erschien gewöhnlich gross; 
derb, von Blut strotzend und dunkelblau injieirt, ,., Die. rechte 
Herzhälfte war immer sehr von Blut- ausgedehnt, . so auch der, 
linke Vorhof; der linke Ventrikel hingegen. zeigte. zuweilen, 
deutlich eine starke Zusammenziehung, grosse Festigkeit der 
Wandungen und eine gleichsam gekräuselte, stark .geschlängelte. 
Zusammenziehung einzelner Muskelfasern. Die ganze. rechte, 
Seite des Herzens strotzte immer von dunklem, dicklichem,. 
klumpigem Blute, und immer fand sich im .Vorhofe ‚und der 
Kammer, oder bloss in letzterer ein falscher Polyp von speck- 
artigem, hochgelbem Ansehen. und gallertartiger, schr trocke- 
ner Beschaffenheit. Die Lungenarterie war stets mit ähnlichem 
Blute, wie die rechte Herzhälifte,. strotzend gefüllt; nicht minder 
war dies hinsichtlich der Lungenvenen und des linken. Vorhofs 
der Fall; auch enthielt die linke Herzkammer ein gleiches Blut, 
und in dieser Seite des Herzens fand sich eine hochgelbe, gal- 
jertartige Gerinnung. Die von Blut ausgedehnte. Aorta war; so 
weit sie im Herzbeutel lag, sehr injicirt und zuweilen fast 
gleichmässig dunkelroth. In den beiden Hohladern und deren 
zrössern Aesten: sah man viel Blut angesammelt, auch waren 
die grössern, im. Lehen blutleeren Hautvenen nach dem Tode 
zuweilen mässig gefüllt. Alle grössere und mittlere Arterien 
waren mit Blut erfüllt und dies denen in den Venen so gleich, 
dass man nur mit Mühe Arterien. von Venen unterscheiden 
konnte. An denjenigen Arterien, welche vorzugsweise Muskeln 
and Haut mit Blut versehen,. strotzten die grössern Stämme 
von Blut; die mittlern enthielten nur sehr wenig,: die kleinern 
aber, die in Muskeln und. Haut selbst gehen, gar kein Blut.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.