Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

I. Pathologie, Therapie. und ‚medicinische Klinik. 3238 
mon. carbon, ,. causß.,:‚8uccin.,: zuweilen. selbst... Moschus, und 
äusserlich Vesicantia..in Gebrauch ‚gezogen... , Trat unter diesen 
Umständen. Besserung ein, so wurde, van den flüchtigen zu den 
permanentern Reizmitteln übergegangen, , Die Genesung erfolgte 
oft erst. nach. 14 — 18 Tagen, indem ein Stad, febrile, entweder 
mit mervösem, ‚oder ‚gastrisch - galligem. Charakter eintrat. Im 
erstern Falle wurden leichte Nervina, bei gleichzeitiger Gehirn- 
affection. mit Acid, sulph. .dilut., Blutegeln und kalten Umschlä- 
gen; .wiewohl oft vergeblich, angewendet, ‚im letztern aber 
nicht selten: wiederholte Brechmittel, nebst. Calam.; Rhab., Sal. 
ammon...Kal, tart., Ol. riein, und Inf. senn. comp., denen oft noch 
leichte. Nerrina beigefügt wurden. . Diese gastrische Form lie- 
fertg gewöhnlich. plötzliche Heilungsresultate, — Die Venäse- 
ctionen, wurden. .nur bei plethorischen , robusten Subjecten und 
bei,heftigens congestiven Zufällen im ersten Stadium der Krank- 
heit ‚angewendet, und ‚dann ;stets mit Erleichterung; bei..alten, 
schwächlichen;.kränklichen Personen, so wie -bei Kindern, wur- 
den. sie ‚unterlassen... Weder. von: den Aerzten, noch von dem 
Aufwärterpersonale im Cholerakrankenhause wurde Jemand ange- 
steckt, [Casper’s, Repert:x 30. Bd. 2. Heft.) “u (Fr.). - 
„4808, ,.Physiologisch-chirürgische Beobachtun- 
gen.bei Cholerakranken; von Dr. DıierrensacH. Der. Verf. 
versichert, man: werde ‚von einem eigenthümlichen Grauen er- 
griffen,: wenn, man in.die Haut ‚eines kalten; blauen, pulslosen 
Krankem einschneide; die lebendige Spannung, die Wärme, die 
seifenartige:. Glätte : «des, ‚Blutes , welche :Momente. sonst die 
Incision ‚bei einem frischen,. lebenswarmen Menschen. ‚so leicht 
machen.,‘ fehlen hier gänzlich. Das Messer dringt wegen Zähig- 
keit der. Hant schwer ein,.. vorzüglich, wenn man ‚aus. ‚freier 
Hand einschneidet;: Hebt man dagegen. die Haut in einer Falte 
auf ,.'so ‚wird der Widerstand geringer. Die Wundränder klaf- 
fen .kaum..aus, einander, weil sich die Haut nicht retrahirt, über- 
haupt ‚in. der ihr gegebenen Form verharrt, ‚wie auch schon 
Casper, und zwar. zuerst, das Stehenbleiben einer Hautfalte als 
ein..constantes Symptom ‚der Cholera angegeben hat: Die Wund- 
fläche hblutet nicht und zeigt nicht das ihr eigenthümliche Roth. 
Die. Fettschicht. der . Cvtis ‚sieht gleichsam matt aus, ist zäh 
und wegen. der grossen Trockenheit weniger gelb. Das Zellge- 
webe ’ist rigid, trocken und. klar, wie bei kaltblütigen Thieren. 
Die aponeurotischen Häute; Sehnen und Knorpel erscheinen un- 
gewöhnlich weiss. Die Muskeln sind braumer und dunkler, ihre 
Sensibilität ist sehr herabgestimmt; Die grösseren Nervenstämme 
sind bleicher und fühlen sich weicher, als gewöhnlich an. . Die 
Empfindlichkeit der Hautnerven ist dieselbe, und führen sie zu 
Muskeln , so ziehen sich. diese sogleich convulsivisch zusammen. 
Die Gefässe.‚indess..bluten nie; aus der Wundfläche dringt keine, 
oder ur sehr wenig Lymphe hervor. Die grossen Venenstämme 
sind, wie durch schwarzen Syrup, oft um das Doppelte ausge- 
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