Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

228 Il. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
fieber gewesen zu seyn. [Gazette medicale de Paris, Tom. 11T. 
Nr. 5.) ; (HL) © 
195. Behandlung der Febris typhodes; von CHomeL. 
Im Monat December 1831 ist im Hötel-Dieu das genannte Fie- 
ber häufiger vorgekommen und bösartiger gewesen, als in den 
frühern. Cr. hat die Behandlung mit übersalzsaurer Soda ver- 
sucht. In eine Pinte einer Auflösung des &. arabici oder einer 
Reissabkochung wird ein Scrupel der concentrirten Auflösung 
des genannten Mittels gethan; der Kranke trinkt von dieser 
Mischung, sö viel er will und kann. ” Täglich giebt man ihm’ ein 
kleines erweichendes Klystier (auch wohl 2), dem ebenfalls 
1 Scrupel der übersalzs. Soda zugesetzt ist. Diejenigen Kran- 
ken, bei denen der Zustand bedenklich ist, werden ausserdem 
täglich oder alle‘ 2 Tage in ein Bad gesetzt, in welchem 1 Pf. 
des Mittels aufgelöst wird, auch noch 4 Mal täglich mit einer 
Solution aus 2 3 desselhen‘ in‘ einer Pinte Wasser gewaschen. 
Ueber die Wirksamkeit dieser Methode‘ wagt CH. noch keinen 
entscheidenden Ausspruch zu thun. [Gazette mecdicale de Paris. 
Tom. II. Nr. 5.) (H—1.) 
_ 19." Lähmung des Nervus facialis; von‘ CHomEL, 
In den letzten‘ 8 Monaten des vergangenen Jahres war diese 
Lähmung 3 Mal im Hötel-Dieu vorgekommen. Sie verursacht 
dem Kranken grosse Beschwerden, und der unvorsichtige Arzt 
kann sie, wenn sie bedeutend ist, gar leicht von einem Fehler 
des Gehirns ableiten. Die Ursachen sind wohl mitunter mecha- 
nische, z. B. Zusammendrückung des Nerven im For. styloma- 
stoideum ; dann auch Syphilis und Rheumatismus, Manchmal kann 
man keine Ursache entdecken. Bei zwei der erwähnten 3 Kran- 
ken wurden Elektricität, Galvanismus, Strychnin ganz ohne Er- 
folg angewendet. Dem 3. Kranken wurde eine Moxa in die 
Nähe des For. stylomastoideum gesetzt, worauf er das Hospital 
verliess, aber nach einigen Tagen zurückkehrte, weil er eine 
Verbesserung seines Zustandes bemerkt hatte. Kine zweite 
Moxa stellte ihn vollkommen her.‘ Zwei dieser Kranken konn- 
ten das obere Augenlid nicht ganz senken; so dass 1 Drittel 
des Augapfels immer unbedeckt blieh, ein Uebelstand, der bei 
reizbaren Augen Epiphora, ja selbst den Verlust des Gesichtes, 
wie bekannt, hervorbringen kann. [Gazette medicale de Paris, 
Tom. IM. Nr. 5.] (H-—1.) 
197. Rotz bei Menschen; von J. ELLIOTSON. E.’s Auf- 
merksamkeit war durch 2 fast gleichzeitig im St. Thomashospi- 
lale zu London beobachtete Fälle auf diesen Gegenstand geleitet 
worden. Man hatte auf die an den Betten befestigten Tafeln 
dieNamen: Gangrän der Nase und Eiterung der Augen- 
licder, geschrieben. 1. Beob. Bei Thomas Dixon, 21 Jahr 
alt, waren Nase und die benachbarten Theile so ansserordent- 
lich angeschwollen, dass das linke Auge gänzlieh, das rechte 
Fast ganz bedeckt wurden; die geschwollenen Theile waren heiss,
	        
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