Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

MH... Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 207 
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WeoguınD hält sie für eine eigenthümliche scharfe Gallenabson- 
derung, StörTrer für Gallenergiessung durch eingeathmete ent- 
zündliche Luftarten und SchHuBERT für ein spasmodisch - biliöses 
Uebel. HureLAnD betrachtet sie als Convulsion, als Epilep- 
sie des Darmkanals und gewöhnlich auch der Leber. Corsyn will 
sie, wenn sie nicht schon Cholera hiesse, bösartige krampfhafte 
Kolik nennen, und RAnqve stellt sie der Bleikolik gleich. Bopıns 
sucht sie in einer durch ‚eine scharfe und reizende Ursache. her- 
vorgebrachten convulsivischen Bewegung des Magens‘ und der 
Därme, welche das in ihnen Enthaltene,. besonders die Galle, 
ausstosse. BarchHewIiTtz erkennt in ihr eine Apoplexia nervosa 
abdominalis. Für eine Vergiftung des Biutes sprechen, ausser 
Krarysıc, WıLmanns, PırscharFrt und ein ungenannter deutscher 
Naturforscher. . EsquinoL macht auf die grösste Aehnlichkeit. mit 
einer Vergiftung durch Pilze aufmerksam und Wiedemann hält die 
Ch. für ein thierisches Gift, das sich in den Säften ausbildet und 
vorzüglich im Blute seinen Herd aufrichtet. Barrıg erklärt sie 
durch einen gesteigerten animalischen Krankheitsstoff, HEILER 
legt dem Miasma eine organische Natur bei und denkt es sich als 
wanderndes Luftinfusorium , Adam NEALE spricht gleichzeitig von 
Cholerainsecten, und Greser belegt diese Infusorien schon mit dem 
Namen Choleraiden. Nach HAuHnemann und v. MevysER besteht 
das Miasma in einem den Sinnen entfliehenden lebenden Wesen 
menschenmörderischer Art, und SıEGMEYER hält den Grundsteff 
des Samens im Choleragifte für einen Magnetstoff. * Kin wenn 
auch nur flüchtiger Blick auf diese und ähnliche Meinungen über 
das Wesen der Cholera zeigt unstreitig; dass bisher wohl nur 
blosse: Vermuthungen über dasselbe gegeben worden sind, aus 
denen erst eine weitere, ernste Forschung die positiven Erklä- 
rungen herausbilden muss. [Berl. med. Zeit, 1832. Nr. 4. Seite 
583—55 und Nr.:5. Seite 65—68.] | (K—e.) 
‘177%. Complieation der -sporadischen Cholera 
mit Säuferwahnsinn; beobachtet vom Hrn. Dr. Rast :in 
Zeiz, Ein 40 jähriger, ausschweifender, ‘ früher die. edelsten 
Weine, jetzt den ganzen Fag über ‘Rum in Form des‘Grogs trin- 
kender Mann von: zartem Körperbaue und nervöser Constitution, 
der wiederholt von Syphilie und. von Wassersucht hergestellt wor- 
den war, jetzt aber an mancherlei Zufällen einer abnorm gesteiger- 
ten Venosität, besonders.an gehemmten Stuhl- und Harnauslee- 
rungen litt, auch von Schlaflosigkeit sehr gequält wurde, bekam 
eines Nachmittags, vom Spaziergange zurückgekehrt, einen hef- 
tigen Schüttelfrost , dem bald ein empfindlicher Schmerz in der 
Nabel - und Magengegend ‚und ein sechsstündiges qualvolles Er- 
brechen und Stühlergiessen von’ galligen und serösen Stoffen ,- so 
wie ein solcher Krampf in den üntern Gliedmaassen folgte, dass 
die Muskeln, besonders der Waden, sich fest wie Holz anfühl- 
ten. . Das Gesicht zeigte Collapsus ,. die kalten Glieder, nament- 
lich die obern Extremitäten; zitterten, und die Arterien machten
	        
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