Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

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IH. Materia medica ünd Toxikologie. 159 
rer und äusserer Organe.  DroskKonmmes, GALEN, Pımxios, Ta- 
BERNAMONTANUS und Bavsın führen. die Pflanze unter dem Na- 
men Lysimachia Chamaenerion auf, gebrauchten sie gegen Blut- 
und Samenflüsse, blutende Wunden, Wundseyn, in der häuti- 
gen Bräune in der Form eines Gurgelwassers. Schun. bedient 
sich derselben in Form eines Thees in chronischem Husten mit 
starkem Schleim - oder Eiterauswurfe , in angehenden Schwind- 
suchten; sie verbessert den Auswurf und empfiehlt sich über- 
dies durch Wohlfeilheit.' [ Med. Conversationsbl., Nr. 58 1831.] 
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. 139. Ueber die Phyllis amara prüwnparalt als 
Heilmittel, besonders in hartnäckigen, herpetischen 
Ausschlägen, machte Prof. D. KransıcnreLD in Berlin meh- 
rere recht günstige und glückliche Erfahrungen und theilt dar- 
über folgende Beobachtungen mit: 1) D., einen Monat vor der 
Zeit von einer bald nach seiner Geburt. an Lungenschwindsucht 
verstorbenen Mutter geboren, schwächlicher Constitution, cho- 
lerischen Temperaments, bekam in seinem 18, Jahre von hef- 
tigem Andrange des Bluts abhängige Brustbeschwerden und mit 
denselben zugleich alltäglich heftige, oft mehrere Stunden an- 
haltende Kopfschmerzen, welche sich nach einiger Zeit immer 
2 Stunden nach dem Aufstehen einfanden und bis zur Mittags- 
zeit anhielten. Die Brustbeschwerden verloren sich später; der 
Kopfschmerz aber dauerte fort und war mit einer grossen Reiz- 
barkeit des Herzens, die sich durch mehr oder weniger hefti- 
ges Herzklopfen und vorübergehende Röthe des meist bleichen 
Gesichts bei Einwirkung physischer, noch mehr aber psychi- 
scher Reize zu erkennen gab, verbunden. Kin Jahr lang. hatte 
dieser Kopfschmerz gedauert, als der Kranke Pillen aus Phyll. 
amar. praep. hekam, von denen jede 1 Gran desselben enthielt. 
Anfangs nahm er alle 2 Stunden 4 Stück. Schon nach einigen 
Tagen erfolgte Erleichterung. Mit fortschreitender Besserung 
wurde die Dosis vermindert, so dass nach 14 Tagen nur noch 
6 Pillen täglich genommen wurden, und der Kranke war bald dar- 
auf gänzlich von seinen Leiden befreit. — 2) N., eine Frau von 
36 Jahren, zarter Constitution, sangninischen Temperaments, litt 
seit ihrem 12. Jahre an einem Flechtenausschlage beider Vor- 
derarme und der Hände bis zu den Fingerspitzen , welcher be- 
sonders im Frühjahre und Herbste stark zum Ausbruche kam. 
Er hatte‘ ganz die.Form des von Per. FRranK beschriebenen 
Herpes phagedaenicus, und war mit Leberleiden complicirt, wor- 
auf das Weisse im Auge, so wie die schmuzig gelbe, kachekti- 
sche Gesichtsfarbe und die aufgetriebene, feste, aber unschmerz- 
hafte Lebergegend hindeuteten. Die Ursache desselben schien 
in übermässigem und täglichem Genusse fetter Speisen zu lie- 
gen. Die Kranke erhielt Pillen aus Phyll. amar. praep., An- 
tim, crud., Soda depur., Arcan. duplic, und Rad. jalapp.; zum 
Getränk ein Decoct aus Stip. dulcam., Rad, gramin., Rad.
	        
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