Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

116 Il. - Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
wieder Appetit bekam und nach und nach zu Kräften gelangte. K, 
liess die 24 Dosen Arnica zu Ende gebrauchen, und der Kranke ge- 
noss nachher einer festern und dauerhaftern Gesundheit, als viele 
Jahre vorher. [Hufeland’s J. d. pr. H., Novbr. 1881.] (Fr.) 
115. Zur Geschichte der Cholera; vom Stabsarzte 
Dr. Horrmann zu Darmstadt. Bontivs, de medicina Jndorum, 
Lugd. Bat. 1642, sagt nichts, was auf die orientalische Cholera 
bezogen werden könnte, man darf also sein Buch nicht als das äl- 
teste Document über die Cholera ansehen, wie man jetzt hin und 
wieder liest. — Schon in demselben Jahre (1487), in welchem 
in den Verhandlungen des Gesundheitsrathes zu Madras eine voll- 
ständige Beschreibung der Cholera gegeben ist, finden wir in To- 
pe’s med. - chirurg. Bibliothek, Band X., S. 409, die Beschreibung 
des sogenannten Mul de terre, oder des endemischen Bauchflus- 
ses auf der Küste von Koromandel, von dem Wundarzte FoLLY, 
einer Krankheit, die die grösste Aehnlichkeit mit der Cholera hat. 
— (Zusatz von Homunsauxm). Schon im Jahre 1568 gab (nach der 
Lissaboner Zeitung in der Literary Gazette, Nr. 165 [1831 ?]) 
Garcıa Da Horta oder Orrta, ein von Elba gebürtiger, gelehrter 
und fleissiger Arzt eine Abhandlung in portugiesischer Sprache 
heraus, in welcher im 22, Cap. von den verschiedenen Benennun- 
gen, Ursachen, Symptomen und Behandlungsarten der Cholera 
die Rede ist. Sie führt den Titel: Colloquios, oder von den Heil- 
mitteln und Pflanzen Indiens, nebst einigen zur praktischen Me- 
dicin und andern nützlichen Wissenschaften gehörenden Gegen- 
ständen. Goa, por Joannes de Edem a 10 de Abril 1568, So 
liest man in Barsosa’s Bibliotheca Lusitana, Tom. II. p. 325, 
wo sich auch Nachrichten über Garcıa va HorTA befinden. Das 
Buch ist sehr selten geworden; indessen befinden sich 2 lateini- 
sche Ausgaben desselben zu Lissabon in dem Convent von Nossa 
Senhora, welche, nach BaArsosa, zu denjenigen gehören, die in 
Antwerpen erschienen sind. Die vierte Ausgabe hat folgenden 
Titel: Aromatum, et simplicium aliquot Medicamentorum apud 
Indos nascentium Historia , primum quidem Lusitanica lingua 
„.. conscripta, a D. Garcia ab Horta, pro Regis Indiae Me- 
dico: deinde Latino sermone in epitomen contracta et iconibus 
ad vivum expressis, Iucupletioribusque annotatiunculis illustrata 
a Carolo Clusio Atrebate. Quarta editio, castigatior, et ali- 
quot locis auctior, ‚Antverpiae, ex officina Plantiniana, apıd 
Viduam, et Joannem Moretum, 1593. [Med. Conversationsbl. 
Nr. 52. 1831.] (H—I1.) 
116. Andeutungen über die Natur der Cholera. 
Von Jaun. J. hat die Cholera in Berlin zu beobachten Gele- 
genheit gehabt. Sogleich bei dem ersten Blicke auf die Leich- 
name der an der Cholera Verstorbenen ergiebt sich mit Klar- 
heit, ‚dass bei der Krankheit nicht Entmischungs- und Zerse- 
tzungsprocesse den Tod herbeiführen. Kigenthümliche blaue 
Flecke sind auf der Haut zugegen, aber sie sind schon von 
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