Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

VIL Staatsarzneikunde. 
schwefelsanerm Kupfer oder schwefelsauerm Ammoniak , welches 
bei Arsenikgehalt grünen Niederschlag bewirkt. Doch verschwin- 
det letzterer, wenn die Flüssigkeit Gerbestoff enthält; auch sieht 
er blauweiss, wo viel thierische Galle ist, und überdies: wird 
Tart. emet. durch Cupr. sulph. auch grün präcipitirt, weshalb auch 
diese Versuche nur Hülfsversuche sind. 3) Ayua hydrosulphurata 
schlägt den Arsenik nach Mounyeım und. WırTting citronengelb, 
nach Andern pomeranzengelb nieder. Da aber Cadmium mit Hy- 
drothionsäure einen gleichen Niederschlag bildet, so muss man 
sehen, ob ein Zusatz von kaustischem Ammoniak’ diesen Nieder- 
schlag löst. ‚Geschieht dies, so kann man auf Arsenik, ge- 
schieht es nicht, auf Cadmium schliessen. 4) Kalkwasser bewirkt 
anfangs einen milchigen, später einen weissen Niederschlag; 
doch bemerkt man etwas Achnliches, wenn eine vegetabilische 
Säure in der Flüssigkeit ist; auch bedingt Brechweinstein einen 
weissen Niederschlag. ScHwEIGGER zieht dem Kalkwasser eine 
essigsaure, alkalisch reagirende Kalkauflösung vor, die bei arse- 
niksaurem Kali oder Ammonium durch doppelte Wahlverwandt- 
schaft sehr empfindlich wirkt. 5) Neutrale Lösung des salpeter- 
sauern Silbers bringt einen gelben, nach Wırrtıine bläulichen, in 
Ammoniak und Essigsäure löslichen Niederschlag. 6) Salpeter- 
saures Quecksilberoxydul giebt selbst einer millionenfachen Ver- 
dünnung noch eine deutliche weisse Trübung, während bei Turt, 
emet. ein volumiwöser weisser und bei Zwiebelabkochung ein weis- 
ser schleimiger Niederschlag erfolgt. 7%) Schwefelsaures Eisen- 
oxyd wird von Vest als das empfindlichste Reagens gerühmt. 
Nach SchHwEIiGGER giebt schwefelsaures Eisen mit arseniksauerm 
Ammoniak einen starken, grauweissen Niederschlag, doch ge- 
schieht dies auch, wenn man mit schwefelsauerm Eisenoxydul auf 
phosphorsaures Ammoniak reagirt. Monnneım sah mit schwe- 
Felsauerm Kisenoxyd einen dunkel orangefarbenen, mit Eisen- 
oxydul einen strohgelben, in Essigsäure auflöslichen Nieder- 
schlag. 8) Mineralisches Chamäleon bringt unaufgelöst eine braun- 
gelbe Färbung hervor, die aber auch bei Zwiebelabkochung und 
Tart. emet. erfolgt. 9) Chromsaures Kali soll nach Thom. Coo- 
PER eine helle, grasgrüne Farbe bedingen, welche Ammonium 
nicht verändert, doch sah Wırrıne davon keine Wirkung auf Ar- 
senik. — Um den Arsenik anufzufinden, nimmt man den Magen 
n.8, w. sorgfältig unterbunden heraus, und sieht, ob sich irgend- 
wo noch unaufgelöster findet. Lässt sich nichts auffinden „ so 
verdünnt man nach Ron’orF die Contenta mit destill. Wasser und 
kocht sie, indem man Salpetersäure hinzuthut, bis das Ganze 
heligelb wird. Hierdurch werden organische Stoffe abgeschieden. 
Nun filtrirt man das Ganze wieder, sättigt es mit. ätzendem Kali, 
und setzt, so lange gelber Niederschlag entsteht, Schwefelwas- 
serstoff hinzu. Den Niederschlag sondert man durch ein Filtrum 
ab, wäscht ihn aus, trocknet ihn und glüht ihn mit Kali carb. und 
Kohle in einer Retorte, bis sich metallischer Arsenik bildet... Ma- 
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