Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

f. Anatomie und Physiologie: 
zerstört, ein Beweis, dass sie wahre. Marksnbstanz enthielten. 
Auch beim Menschen findet Regeneration der Nerven. Statt; Swan 
fand einen ‚zerrissenen Wadenbeinnerven verbunden; :es zeigten 
sich durch dazwischenliegende Bündel vereinigte Anschwellungen, 
Praıne: und Descor sahen in Theilen, .deren Nerven durchschnit- 
teni. worden: waren, das: Gefühl zurückkehren. : Getrennt gewe- 
sehe ‘und angeheilte: Finger ‚erhalten dag Gefühl wieder; wie 
viele: Beobachter berichten. Selbst. transplantirte Zähne. sollen 
sich: nach Hunters, FAaucHarT’'s und. MovtTon’s’ Beobachtungen 
empfindlich gezeigt haben. Bei Neuralgieen wird. der Schmerz 
durch die Zerschneidung. der leidenden Nerven ‚nur. eine Zeit 
lang. aufgehoben‘ und kehrt später wieder.  AnerneTayY schnitt 
bei: einen heftigen Neuralgie. des Ringlingers den Fingernerven 
durch, aber nach. 9 Monaten stellten:sich die heftigsten Schmer- 
zen; wieder ein. Prise beobachtete dasselbe nach Durchschnei- 
dung; dea nerv. infraorbitulis wegen. eines bedeutenden Gesichts- 
schmerzes. D. SchorrT in Frankfurt durchschnitt . den Cubital- 
kerven. am Knorren ‚des, Oberarmbeines wegen einer Neuralgie des 
Ringfingers: und schnitt 'ein 1 Zoll Janges Stück aus. - Er heilte. 
die, Wunde durch: Kiterung: Nach: 6: Monaten kehrte 'Empfind- 
HKchkeit und mit ihr ‘Schmerz in den Finger zurück, ‘Also auch. 
beim Menschen vereinigen:. sich ’getrehnte Nerven, und ausge- 
schnittene Stücke regeneriren sich... [Tiedemann’s. und: Trevira- 
nu8’s Zeitschrift, B. 4. HA} hr LH (H—1X: 
6 2. Steinchen in den Venen: Seitdem vor mehreren 
Jahren: T1EDEMANN seine Beobachtungen über Steinchen in den 
Venen mitgetheilt (Meckel’s Archiv; B. 4.8 215.) , haben OrTro; 
Bovragaxy und LorserIn ähnliche Concretionen in, den Venen der 
Gebärmutter, der Scheide, - des Mastdarms‘, der Prostata „ der 
Harnblase gefunden. Fast alle Individuen: hatten ‚das 50. Jahr 
überschritten; ihre Venen waren varicös, mit geronnenem Blute: 
gefühlt. Dururrren und TiLoRıER fanden steinige Concremente 
sogar in der vordern und hintern Schienbeinvene und in: den. 
varicösen Hautvenen des: Unterschenkels. - Auch neuerdings hat 
T. wiederum Steinchen in den Venen det Harnblase , des Mast- 
darms und der Gebärmutter. gefunden: Am merkwürdigsten;: ist 
ein Fall, in dem bei einem Manne von 50: und einigen Jahren in 
den varicösen Venen des rechten Samenstranges ungefähr 15, in 
denen des linken 21 Concremente vorhanden waren. Die klein- 
sten hatten die Grösse von Senfkörnern, die grössern dagegen 
hielten über 1 Linie im Durchmesser, - Alle. waren. rund oder 
eiförmig und von gelblichweisser Farbe. Die meisten lagen frei 
in einem Blutgerinnsel, einige aber hingen vermittelst eines äus- 
serst zarten Häutchens, das sich über die äussere Fläche der 
Steinchen ausbreitete, an der innern Fläche der Vene. An eini- 
gen Stellen kamen in den varicösen Erweiterungen rundliche , an 
der innern. Venenhaut adhärirende, weiche und, wie es schien, 
aus Faserstoff bestehende Massen vor, wahrscheinlich die ersten 
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