Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

d 
IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 
braunen Bauchfellsack mit grobzottig aufgelockerter Wandung und 
dicker Jauche führte. Unter der äussern Haut fand man eine 
dicke Fettschicht; die Brusthöhle war eng, die rechte Lunge 
fest angewachsen, das Herz gross, die rechte Hälfte desselben 
besonders ausgedehnt, die weite Aorta verdickt und ‚gegen die 
steifen Klappen mit Knochenplättchen durchwebt. Die Leber 
war klein, blass, unter den falschen Rippen verborgen, in gelb- 
liche und braune Körner geschieden; in der ausgedehnten, ver- 
dickten Gallenblase fanden sich zwei Steine; die Milz war im 
Verhältnisse zur Leber dreifach vergrössert‘, innen derb und kör- 
nig, von aussen eingeschrumpft, die venösen Gefässe dickhäu- 
tig, ausgedehnt, von dickflüssigem Blute strotzend. Das Pan- 
kreas war am Kopfende in eine gänseeigrosse Aftermasse ver- 
wandelt, die übrige Substanz in eine graue Fettmasse entartet. 
Magen und Därme waren von.Luft und bräunlicher Flüssigkeit 
ausgedehnt ‚, die Häute der, Därme dick angewulstet, . mit 
dichten Gefässnetzen gestreift. In der Mitte des Krummdarms 
erschien eine 2 Zoll lange Darmstelle eingezogen, und die 
Darmhäute waren hier ganz degenerirt; die Nieren welk und 
zäh; die Nierenbecken und Harnleiter enthielten eine molkige 
Flüssigkeit; die zusammengezogene Harnblase war leer. Die 
Eierstöcke fand man ‚gross und hart, die Gebärmutter über 5 Zoll 
in die Länge gezogen und in ihrer Wandung mit weisslichen, 
haselnuss- bis mannsfaustgrossen Faserknorpeln durchwebt. Links 
am Grunde sass mit‘ einem 3 Zoll langen und 4 Zoll breiten 
Stiele eine kindkopfgrosse, höckerige, eirunde Geschwulst, wel- 
che aus Kınorpel- und Speckknoten zusammengesetzt war und 
wallnussgrosse ,‘. mit klarem Blutwasser gefüllte, ‚fächerförmig 
abgetheilte Bälge einschloss, 'an der Oberfläche aber von Krampf- 
adernetzen überzogen war. 14 Tage vor.ihrem Tode war die 
Kranke aus dem Bette gefallen, was durch veränderte Lage der 
Entartungen im Unterleibe die tödtliche Einklemmung des Krumm- 
darms veranlasst ‘hatte. . [ Allgem. medic. Zeitung, 18832.. Nr. 8. 
S. 113-—119.] (K—e.) 
94. Die blutige Kopfgeschwulst neugeborener 
Kinder und ihre Heilung auf unblutigem Wege. 
Von Dr. Karı Schneemann in Hannover. Der Verf. hat, wie 
er versichert, alle gegen dieses Leiden vorgeschlagenen Hei- 
lungsversuche. in Gebrauch gezogen, ist aber mit keinem so 
glücklich gewesen, als mit der von Dr. HrenscHeL in Breslau 
empfohlenen Compression. Er theilt drei Fälle mit, in welchen 
er mit dieser Operation schnell, sicher und angenehm die blu- 
tige Kopfgeschwulst beseltigte. Er bediente sich, ‘gleich dem 
Dr. HenscheL, | einer bis zur Grösse der Geschwulst. plattge- 
schlagenen und in einfache Leinwand eingenähten Flintenkugel, 
welche auf die kranke Stelle gelegt und mittelst einer hefesti- 
genden Bandage festgehalten wurde. — Anlangend die Aetio- 
logie und Genesis des UVebels, ‚so soll man nichts weniger als 
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