Full text: (Bd. 1 (Jahrg. 1832) = No 1-No 8)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik, 91 
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jac. mit Extr. hyosc. gebraucht, und wegen der immet steigen- 
den hysterischen Zufälle der Lattichsaft gegeben... Nach 6 Wo- 
chen gingen Stuhl und Harn nur willkührlich ab, und nach 3 Mo- 
naten war auch die Verstopfung fast ganz beseitigt. Während 
mehrerer Jahre liessen sich nun die‘ noch übrigen: Krankheits- 
erscheinungen. durch fortgesetzten Gebrauch des Lattichsaftes 
beschwichtigen. Im 68, Jahre wurde ‘die Kranke in Folge 
von Diätfehlern von einer Entzündung des Aftergebildes im Un- 
terleibe befallen, die jedoch dem antiphlogistischen Apparate bald 
wich.. Im folgenden. Jahre empfand sie nach ruhiger Nacht 'ei- 
nes Morgens :eine, nur kurze Zeit beunruhigende, Empfindung 
in der Nebeigegend, welcher Brechen und wässerige Stühle folg- 
ten, während der Unterleib keine fremdartige Erscheinung 
zeigte. Das: Gesicht aber war auffallend verändert, die Glied- 
maassen kalt, ‚der Puls kaum  fühlbar, die Zunge .schmuzig 
weiss. Da um jene Zeit die Cholera‘ unter ähnlichen. Zeichen 
sich oft ausbildete, erhielt die. Kranke, ‘ ungeachtet mancher 
Gegenanzeigen, die /pecac. in voller Gabe. Nach Entleerung 
vieler braunen Flüssigkeiten fühlte die Kranke sich erleichtert 
ind ‘brachte unter allgemeinem Schweisse die Nacht ruhig zu. 
Am folgenden Morgen stellten sich Zuckungen „in : den Extre- 
mitäten ein, der Puls blieb klein, und das Gemüth ‚sehr nieder- 
gedrückt. Es wurden Camphergeist und Senfteige‘ verordnet. 
Am Abende, wo die Kranke heiterer war; und die‘ Zuckungen 
in den Extremitäten ‚schwiegen, :entwickelte "sich unter hartem 
Pulse über den ganzen Unterleib ein ähnlicher Schmerz, wie 
im. vorigen Jahre. Man: nahm ’zu Blutegeln, erweichenden Um- 
schlägen, zu Kalomel mit Krtr. hyosc. und zu'einem Inf.:laxat, 
Vienn. mit Aqu. laurocer. reine Zuflucht. Am nächsten Tage 
setzte man noch ‘Lattichsaft hinzu und gab Kliystiere mit Asand 
und Riecinusöl ‚doch erfolgte keine ‘Oeffnung, wohl aber stellte 
sich nach langem Würgen Abends erleichterndes Erbrechen ein, 
Dies kam den folgenden Tag öfter, wo selbst Koth erbrochen 
wurde; es traten Zeichen von starkem Andrange des Blutes zum 
Kopfe auf, die auf Blutegel und kalte Umschläge geringer wur- 
den; die Kräfte sanken, und alles deutete auf Darmeinklemmung 
durch zufällig ‘veränderte Lage‘ des Aftergebildes. Am 5. 
Tage ‘der Krankheit zeigte‘ sich ‘über dem Nabel eine ‘kleine, 
schwappende, schmerzhafte Geschwulst, in die am Morgen des 
6 Tages, da ihr Umfang sich vergrösserte, und. die Beäng« 
stigung besonders ‚von ‚dieser Stelle ausging, ein 4 Zoll langer 
Einschnitt gemacht wurde, wodurch man mit grosser Erleich- 
terung einige Unzen übelriechenden Blutes entleerte. Bald ka- 
men neue krampfhafte Erscheinungen hinzu, wichen jedoch dem 
essigsauren Morphium ‘und der ‚Sydenham’schen Tinetur, und 
schmerzlos verschied die Kranke bei völligem Bewusstseyn am 
Mittage. Bei der Section fand. man oberhalb des Nabels ‚eine 
bläulich- grüne Stelle, ‘welche -in einen fast hühnereigrossen.
	        
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