Full text: (Neueste Folge, Band 16 = 1841, No 1-No 8)

Pathologie, Therapie und medicinischc Klinik. 33 
dien und höchstens dasselbe nur in gewissen Pallen nicht leicht 
schlucken können, übrigens, seihst durch Ströme schwimmend, 
Wasser lecken und verschlucken. Fast zahllos sind die einfa 
chen, zusammengesetzten und seihst geheimen Mittel gegen die 
Hnndswuth, deren innerlicher Gebrauch immer specifisch sein 
und ganz sicher den Ausbruch der Wuth, oder, wenn dieser 
bereits erfolgt ist, die weitern Anfalle derselben verhüten soll. 
Man findet die Mittel gegen die Wuth zu Tausenden angeprie 
sen und jedes Land hat fast sein eigenes und, dem allgemei 
nen Glauben nach, untrügliches udiililysstnn. Unter diesen so 
vielfach empfohlenen innerlichen Mitteln gegen die Hnndswuth 
waren von den Aerzten dennoch immer mehrere, die einigen 
Werth verriethen, von der Unzahl der übrigen ausgenommen 
und nebst den bekannten tlusserlichen Mitteln angewendet wor 
den, die aber alle, obwohl sie sich da und dort anscheinend 
nützlich gezeigt haben, entweder bis jetzt zweifelhaft geblieben, 
oder sowie die zuletzt gepriesenen, s. g. Schwarzenbergischen 
Pulver, die länger als 20 Jahre fruchtlos versucht wurden, in 
Vergessenheit gekommen sind. In die Reihe dieser wieder auf- 
gewärmten oder neuen und immer nur durch einseitige und 
unsichere Beobachtungen zu Ruf gekommenen Mittel tritt nun 
auch das hier zu besprechende, ebenfalls neu sein sollende 
Specifrcum, gfegen das der Yerf. das Wort nehmen muss. Es 
wurde dasselbe auf allerhöchsten Befehl und in der menschen 
freundlichsten Absicht durch eine gedruckte Belehrung (S. die 
vorige Ko.) bekannt gemacht, mit dem Beisatze, über die An 
wendung dieses, von dem Schullehrer zu Verhonsko in Croa- 
tien, im Agramer Comitate, Joseph Lalie, angegebenen 
Mittels Heilversuche, besonders in zweckmassig eingerichteten 
Heilanstalten, anzustellen, über jeden Versuch ein Tagebuch 
zu führen und dieses später einzuschicken. Lalie ist übrigens 
angewiesen worden, die als Heilmittel angewendeten Wurzeln 
und Pflanzen in seiner Heimath zu sammeln und bereit zu hal 
ten, damit er sie den Aerzten, welche sie wünschen sollten, 
übersenden könne, auch jede sonstige Auskunft auf directe An 
fragen zu geben, doch ist dabei angeordnet worden, dass bei 
Heilversuchen an Menschen nach einer Verletzung von einem 
wuthkranken oder wuthverdächtigen Tliiere, oder von einer 
giftigen Schlange eine entsprechende prophylactische Behandlung 
niemals verschoben oder ganz unterlassen werden dürfe. — 
Die ausgegebene Belehrung über die Anwendung des hier zu 
besprechenden Specificums gegen die Hundswuth der Menschen 
und Thiere enthalt (s. oben) 5 Abtheilungen und einen Anhang, 
auf welchen letzteren B., als nicht hierher gehörig, hier nicht 
weiter Rücksicht nimmt. In der ersten Abtheilung wird von 
Sununarium d. Medicin. 1841. I. 3
	        
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