Full text: Summarium des Neuesten und Wissenswürdigsten aus der gesammten Medicin zum Gebrauche für practische Aerzte und Wundärzte (Neueste Folge, Band 16 = 1841, No 1-No 8)

196 Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
cirbaren Krankheiten sei, gleichmässig, genau und sicher zu 
percutiren. Vielen ging die nöthige Geschicklichheit ah, Vie 
len der Bau der Finger und Vielen die erforderliche Geduld 
und Ausdauer. W. sann daher schon seit einem Jahre auf 
einen Percussionsapparat, der leicht zu handhaben, schmerz 
los für Untersucher und zu Untersuchende sei und wo möglich 
bei ganz kurzzeitiger Uehung seihst die Töne, die der Ge 
übteste, mit dem besten Fingerhaue versehene durch jede der 
bekannten Percussionsmethoden hervorbringen kann, noch an 
Deutlichkeit, Bestimmtheit und Penetranz über träfe. Er liess 
dazu viele Instrumente verschiedener Art verfertigen und ar- 
mirte seine Finger auf die mannigfachste VYeise, aber kein 
Versuch entsprach seiner Erwartung. Uebcrdriissig legte er 
die Sache einige Zeit bei Seite, bis ihn der Zufall im Fe 
bruar 1840 auf den rechten Weg führte und endlich nach ei 
nigen neuen Versuchen das sogleich zu beschreibende Instru 
ment entdecken liess, das seine Erwartungen über traf. Er 
perentirte nämlich mittelst eines eigenthiinflich construirten Häm 
merchens und eines mit demselben in genauem Verhältniss ste 
henden Plessimeters die zu untersuchenden Theile. Der Stiel 
des Hammers ist von Holz und 6 Zoll lang. Damit das In 
strument in gleicher Richtung zwischen den Fingern geschwun 
gen werden könne, ist es mit drei Vertiefungen für die hal 
tenden Fingerspitzen versehen. Der Daumen kommt auf der 
linken Seite des Instruments zu liegen, Zeige - und Mittelfin 
ger auf der rechten. Heraus Stahl gefertigte, 1* 4 Zoll lange 
Hammer darf nicht im rechten Winkel vom Stiele, sondern 
muss in einem etwas stumpfen Winkel abstehen und soll rück 
wärts über den Stiel nicht weiter hinausragen, als zur Befe 
stigung nöthig ist. Nach vorne ist derselbe achtkantig und 
unten mit einem Kolben versehen, der an seinem freien Ende 
eine kleine Concavität darbietet, in welche eine kleine genau 
geschnittene Couvexität einer Kautschukplatte passt. Diese 
wird vermittelst eines mit zwei Löchern, für den Schrauben 
zieher versehenen, conisch nach vorne zulaufenden Stahlringes 
der mit seinem Gewinde an den Hammer angeschraubt wer 
den kann, befestigt. Auf die genaue Application dieser Kaut 
schukplatte, die am besten aus zwei Lamellen zusammengesetzt 
wird, kommt sehr viel an. Der durchaus nöthige Plessimeter 
hält im Durchmesser l l / t Zoll, ist also ungefähr so gross wie 
ein Thaler und muss aus Elfenbein verfertigt sein. Der Verf. 
hat Plessimeter von dem verschiedensten Materiale in der man 
nigfaltigsten Form machen lassen, doch keiner leistete solche 
Dienste, wie ein solcher, der an dem sonst freien Rande zur 
bequemem Anwendung zwei hervorspringende Leisten hat, wie
	        

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