Full text: (12. Jahrgang)

9 — 
gebende Narayanama“. Ibre Sünden muchfen in die Hölle 
hinein und wurden fo hoch wie ein Berg. Von ungefähr fam 
eines Zages der Höllenbote Narada in die Hölle und fah den 
hohen Berg und als er hörte, e8 fei Narayanamas, bewegte 
ihn das Mitleid fo fjehr, daß er jofort zu Vifchnu ging und 
ihn anflehte, irgendwie diefen Sündendberg abzutragen. 
Lifonu nahm die Gefjtalt eines alten Brahmanen an und 
mit feinem Waffjerbecher in der Hand jtand er vor der Tür der 
Witwe und bat um ein Almofjen. Die Vorübergehenden rie- 
fen ihn an und fagten: „OD Du da, Herr Brahmane, Du bit- 
teft vergebenS, fie gibt nicht3, Lomme zu uns, wir geben Dir 
was.” Aber er hörte nicht darauf. Die Witive {cheuerte QC- 
trade den Fußboden ihres Haufez ‚mit Kuhdünger um den 
Staub zu Löfchen und fagte {Ohroff zu im: „In diejem Haufe 
gibt e8 fein Almofen; hier ift nicht3 zu holen“, ohne fich bei 
ihrer Arbeit jtören zu laffen. Weil er nun nicht ging, wurde 
fie 53 und warf ih mit dem Beuglappen, der ihr zum 
Schmieren diente. Aber an diefem hing eine Meine Erbfe, 
die auf dem Boden gelegen hatte, die fiel gerade in Das Ge- 
fäß des Brahmanen und {hHon Hatte die Hrau ein Mein wenig 
Verdienjt. Dazu kam auch etwas von der Heuchtigkeit des 
Lappens mit hinein in daz Gefäß. Cr Jah beides und fagte, 
bie Erbfe pflanze ich für fie in der Hölle, in ihrem Schatten 
mag fie figen und die Feuchtigkeit fol ihren Durft {tillen. 
Nun verfhmand er. 
Nach kurzer Zeit {tarb die Witwe und fam zu Vijcomi 
um ihre3 Heinen Verdienftes willen. Der Höllenkönig aber 
verlangte fie. möchte jofort in die Hölle kommen, um ihre Sün- 
den zu blißen, Was war zu tun? Da flehte fie Vifchnu um 
ihres feinen Verdienjtes willen um Vergebung an. Vijchnu 
jagte ihr, fie müffe diesmal fchon in die Hölle, aber er würde 
fommen ‚und ihr eine Gabe geben, die ihre Sünde tilgen 
würde. So nahm fie der Höllenköniq mit, verwandelte fie in 
ein Infekt und feßte diefes auf die Erbfenranke. 
Eines Tages rief Bifconu feine Frau Lakfchmi und fagte 
ihr, daß er ihr heute etwas fhönes zeigen molle, und erzählte 
ihr die Gefdhicdhte der Witwe, die an der Srbfenranfe faß. Da 
flehte Latjhmi ihren Gemahl an ihr zu helfen. Daraufhin 
bermandelte er die Narayanama in ein munderfHönes: Weib 
und redete mit ihr. Sie war auch gleich bereit, feine Frau zu 
werden und bat ihn fie zu heiraten.  Vijfoonu berfprad ihr, 
daß in einer [päteren Geburt feine Frau, die Xatfidhmi in ibr
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.