Full text: (12. Jahrgang)

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die lange Reihe Feuer in See liegen zu fehen. Auch auf der 
Seite fieht man Abends oft Feuer glänzen; e3 wird aber in 
ber Zrodenzeit bald derart trübe, daß der geringen Entfer- 
nung von 25 Kilometer etwa über den See hinüber nichts zu 
jehen ijft. In der Hauptfache werden bei Ufumbura feine 
Hifcdhe gefangen; große fommen verhältnismäßig felten auf 
den Markt. 
Neben dem Fijfche fpielt der Salz-, Häute- und Holzhandel 
auf dem Markte von Ufumbura eine aroße Rolle. Holz if 
fedr fnapp um Ufumbura herum; das nötige Brennholz, daz 
die Leute von den Bergen herunterbringen, müffen die Stadt 
leute auf dem Markt faufen. Häute werden von den Warundi 
gebracht, die dafür Tücher und Eifjendraht eintaufchen, Fijche, 
Salz; Salz ftellen hiefige Händler zum Verkauf, die e3 aus 
Udjidji bezogen; e& wird in ganzen KXifiga (zu je 20 enal. 
Pfund) und auch im Kleinverkauf gehandelt. Da jigen eine 
ganze Anzahl Weiber, vor fih große Bananenblätter mit bie: 
len fleinen Salzhäufchen darauf, die für wenige Heller ver- 
lauft werden. Weiter werden ausgeboten Balmöl und Balnı: 
Ölfett, jebt aber immer feltener-, weil die Lieferanten aus: 
fiterben (in der weiteren Umgebung von. Udjidji wöchentlich 
zehn Menfchen an Schlaffrankheit und mebhr), Feldfrüchte aller 
Art wie Bananen, Bohnen, Zuckerrohr, die Pombeweiber mit 
ihren Zöpfen fehlen natürlich nicht, und vor den Verkäufern 
der Zücher und bunten Stoffe drängen fi verlangend die 
Weiber, während die Männer fich eilig{t beifeite drüden, wenn 
fie nicht gerade triftige Gründe haben, zu kaufen. 
Der Großhandel Kegt’ in Ufumbura in den Händen der 
Inder und Araber; europäifche Firmen find nicht hier. Die 
Stadt felber mag über 2000 aber unter 3000 Einwohner haben, 
Von der Umgegend habe ich außer HNeinen Delpalmen- 
mäldern nur die Mifjfion Buhonga (Marienheim) gefehen, 
prachtvoll in den Vorbergen von Urundi in 1300 Meter HShe 
gelegen. Die Berge zeigen reichften Anbau: kaum ein Kleck 
hen i{t frei. 
Cmil Zimmermann. 
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