Full text: (12. Jahrgang)

nach Haufe. Unterwegs befiel mich pLSlich das Fieber und 
{cOüttelte mich, daß ich nicht mußte wie ich vorwärts fommen 
follte. Endlich erblickte ich in der Ferne unfern Kirchturm; 
mein Serz wurde von Dank erfüllt, nur noch zweimal bergab 
und dreimal bergan, dann war iO zu Haufe. Gine {Owere 
Hieberzeit folate. Auch Chinin wollte nicht wirken. Nach vier 
Wochen mußte ich in die Cbhene reifen und von diefer Reife 
will ic erzählen. 
Mein Lehrer, der mich jamt meinem ireuen Koch bealei- 
tete, hatte fchon mehrere Tage vergebenS nach einem Ochfen: 
wagen gefucht, als endlich ein Mann bereit war, ung feine 
Ochfen zu geben, aber da fein DBandy nicht in Ordnung war, {fo 
mußten wir ung mit dem unfrigen begnügen. „Sind e8 gute 
DODchfen ?“ fragte ich, „Sa, wie follten fie e8 nicht fein,“ fagte 
er, „e$ find Kailwvay-Ochjen“ (D. 9. fie laufen fo IOnell wie 
die Sijenbahn). Und al der Preis nun abgemacht murde, 
War e8 eben auch ein Railway-Preis, doch es Half nicht3, ich 
mußte ja {Onell nach der Cbhene; eine Crfältung war auch noch 
zum Sieber gefommen. So wurde nun der Zag der Abreife 
befitimmt. Das Cinpaden war nicht To einfach, zumal ich von 
neuem Sieber befam, daz mich auf der Reife auch nidht Iosließ. 
Mit großer Mühe waren wir endlich fo weit fertig, und warte: 
ten nur noch auf den Bandy, endlich war auch diefer da, nun 
jeblten aber noch die Ochfen. Der Hegen fiel in Strömen. 
Yl8 wir ziemlich zwei Stunden gewartet hatten, famen 
auch die Tiere, doch alg ih nun meinen Gilzug vor mir 1a9, 
erfOhraf ich über die elenden Büffelöchslein. „Wo haft du 
deine Mailmay-Ochfen 2“ fragte ich. „Die tönnen nicht, Sa- 
heb,“ war die Antwort. „Nun, wie lange Zeit wird e3 neb- 
men, nach) Sahır zu fommen ?“ fragte ich meiter. „Sch werde 
nicht fcOlafen, jondern gut treiben,“ jagte er. Mas war zu 
machen, fort mußte ich, alfo ich ftieg ein und befahl mich der 
treuen Obhut meines SEGrrın 
Sangfam, (angfamı ging e8 fort, denn Büffelocdhren geben 
noch viel Langfamer al8 gewöhnliche Ochfen, und als wir eine 
Strede gefahren. waren, verließ ung dazu noch plößlich der 
VBandymann. Gr behauptete, er hätte keine Zeit, weiter zu 
fahren, und fort war er. Für ihn follte fein Knecht Huhrmann 
Ipielen. Mein Koch faß mir zu Hüßen im Ocdhfenwagen um 
mir dann und wann Waffer zu reichen, denn nach der Anftren- 
AUNg nahm das Fieber fehr zu. Der Bandymann fchlief bals
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.