Full text: (12. Jahrgang)

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da Hineinzufommen. Mandde Dörfer auf dem „Dach der 
Welt“ Kegen fo hoch wie der Montblanc in der Schweiz und 
faft die Hälfte des Vahres find fie in Schnee begraben. Wil 
man nach Zibet hinein, fo muß man das Himalaja- (fprich 
DHimalaja nicht Himalaia, denn Himam Heißt Schnee und 
alajam die Wohnung, beide Worte find Sanffrit, das Ge- 
birge heißt alfo Schneewohnung) Gebirge auf der Hochftraße 
von Lhaffa Freuzen. „Da weht der Wind gefrorenen Nebel 
und ftechende Sisfplitter über den fHhreckichen Raß. Nachmit- 
tagS weht ein eifiger Orkan durch die Schluchten, die Lunge 
ift den Aufgaben nicht gewachfen, das Herz fOlägt und pocht 
Mont Cvereit. 
immer heftiger, bi3 e3 die Bruft zu fprengen {Geint.“ Gin 
anderer Reijender erzählt: „Wir litten {ehr durch die fAOrTeEC- 
lien Stürme und durch die plöglichen Wechfel zwifchen grim. 
miger Kälte und großer Hige in diejem Wüftenklima. Gegen 
die eifigen Stürme, die weit in den April hinein wehten, wa- 
ren unfere dikjten Pelze ein ungenügender Schub. Am 
1. April 1907 hatte ich noch 38 Grad CelfiuZ unter Null, aber 
bor dem Ende des Monatz waren .die Hige und das grelle 
Sonnenlicht {hon fehr läjtig. Am 20. April hatten wir. fohon 
32 Grad Wärme im Schatten. So oft der Wind {ich legte, fa- 
men ganze Wolfen von Moskiten und anderer Infekten au& 
den Salzfümbfen und auälten Menichen und Tiere.“
	        
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