Full text: (12. Jahrgang)

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Zwar wird die Kirchenzucht recht-firenge gehandhabt. Aber 
dem HEN fjei Dank, die Leute empfinden e3 noch alz eine 
heilfame Zucht. Doch das {ft noch nicht das befie, Der 
HErr hat fich unter unferm Volk auch Leute gefammelt, die Cr 
zu jeligen SGottesfkindern gemacht hat. Darin erweift {ich Doch 
Gottez Gnade am größten, daß fie keinen noch fo tief gefal- 
lenen Sünder verjtößt, und märe er der am tiefften gefunkenfte 
Heide. Auch unter unjern Herero3 gibt e3 folche, denen man 
e3 recht anfehen kann, daß Sottez Gnade aus ihnen ein Neues 
gemacht hat. Sie find rechte Zichter für. ihre Umgebung. 
Menn am. Sonntag der SGottesdienft, der durchfOnittlih von 
ca. 150 Berfonen befucht wird, zu Ende ift, fo Jieht man oft 
noch eine Heine Schar nach dem Schulhaufe wandern, die aug 
eigenem Antriebe fihH zum Sebet vereinigen, und um Segen 
für dag3 gehörte Wort bitten. 
Ende Februar machte ih mit Mifjf. Ile eine Reife nach 
unfern drei Filialen. Auf der jüngften Filiale Ofkatjapia wa- 
ren big dahin noch keine Setaufte. Doch hat unfer eingeborne 
Cbvangelift Wilfried dort eine gefegnete Arbeit. Sine ganze 
Anzahl von Taufbewerbern Hatte er fon um [ich gefammelt, 
in einer Heinen Kapelle, die fie. fih felbjit erbaut hatten. ES 
fehlte ihnen bi3 dahin noch eine Glode. Dieje brachten wir 
ihnen num mit, und die Freude war groß: AlS fie eingeweiht 
wurde, war eine große Zahl von Leuten hHerzugeftrömt, und 
mit Freuden konnte Miffionar Irle ihnen daz ‚Cvangelium 
von: Fefi verkündigen. €3 war mir. eine Freude ZU jehen, 
wie fie -alle fo aufmerffam dem Worte Sotteg zuhörten, . AUS 
wir am. Sonntag nach Oftern ein großes Tauffeit hakten durf- 
ten, bei dem 49 Ermachfene und ‚35 Kinder getauft wurden, 
da waren auch. manche von, jenen Leuten aus Okatjapia unter 
ihnen:.. Ich hatte {ogar die Freude, alle die Kinder taufen zu 
dürfen. — Das find erhebende Tefttage für einen Mijfionar, 
und er. preift. den HErrn. für die Gnade, ein. fo. frohes. und 
herrliches Amt empfangen zu haben, Und. Shr Reben Freunde 
der Gemeinde: Bergitedt, ich Hoffe, daß auch Ihr. es ‚immer 
mehr erfennt; daß e2 wirklich etwas Großes-um, die Ausbrei- 
tung des Ebangeliums unter den Heiden ijt. Wer wirklich. am 
eigenen.Herzen erfahren hat, daß es Seligfeit Jhon Hier auf 
Srden ift, ein wahre2 Gottestind zu fein, der {pricht auch mit 
Retrus und JohannezZ: „Wir können e$ ja nicht Iaffen, daß 
wir nicht zeugen follten von dem, waz mir gehört und gejehen 
haben.“. Der i{t auch von dem -innigen Wunfjche befeelt, (fein
	        
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