Full text: (10. Jahrgang)

185. — 
Zhermometer jhon margenz um neun Uhr 39° R. im Schat- 
ten und der Glutwind, den wir in Indien. nur im März, April 
und Mai haben, fchlug ihm fo ins Geficht, daß er faum atmen 
fonnte, felbjt feine Tafchenuhr, welche der Sonne ausgefebt 
war, wurde in feiner Weftentafche fo heiß, daß er fie nicht 
anfajfen fonnte. Ach, und die Chriftbaumlichte! Die 
fonnten am Abend hHöchftenz 3—5 Minuten brennen, aber auch 
dafür waren die Leutchen Jo dankbar, daß fie den Gebern die- 
er fOönen Dinge taufend Dank jagen ließen. Sin alter Mann, 
noch ein Heide, war {vo tief ergriffen, daß er aufitand und 
ein Gebet zu Gott betete, worin er die Not feines Stammes 
dem HErrn MNagte und dankte, daß Er ihnen nun die frohe 
Botfchaft gefandt habe. Da leuchtete viel Weihnachtslicht 
und al3 e$ 1900 Weihnacht wurde, jtand der alte Mann 
mit etlichen feiner Stammesgenoffen am Taufitein und em- 
pfing alles, mas der HET ung vom Himmel mitgebracht und 
Jana mit: 
Heut fchleußt Er wieder auf die Zür, 
Zum jhönen Paradeis, 
Der Cherub fteht nicht mehr dafür, 
Sott fei Lob, Chr und Preis. 
Was i{t Weihnacht doch für eine {höne, felige, anaden- 
bringende Zeit!
	        
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