Full text: (9. Jahrgang)

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1004d8, nichts moraliidher als die Sehren des Bhagavadgita und 
anderer Teile des Mabhabharata, nichts {vo erhebend wie Die 
Avatars (Fncarnationen) des Nama und Krifonal Warum 
die Leute zu befteden verfuchen?“ Sie beendete den Brief mit 
der Läjterung: „YO hoffe, daß Sie die Seligfeit erfahren dür- 
fen, einit einen Blick des Hocdhheiligen Krijhna zu erlangen.“ 
Dies find Worte einer Frau, die vielleicht begabt tjt wie Feine 
Zweite ihres Gefdhlecdhtes. Sie arbeitet mehr und erniter für 
die Aurfrechterhaltung der alten SHindu-Orthodorie al8 die Gin- 
geborenen fjelbjt. Nebenbei bemerkt: Sie war vor Jahre 
„Glied der englifden Sochkirdhe, dann bekehrte fie fh nad ein- 
ander zum: Theismus, Mtheismus, Materialismus, Anti-Via- 
terialismus, Malthufianismus, Anti-Malthufianismus, Spi- 
ritnalismus, Thejophismus, Pantheismus, Polytheismus, und 
— GHinduismus.“ (Von einem, der fie kennt, gejdhricben). Was 
wird ihr nächjiter Schritt fein? Vielleicht fängt fie wieder 
vorne an, — Cın englifdhes Yournal brachte neulich einen Ar- 
tifel unter der Neberichrift: „Das Cvangelium des Kriihna.“ 
Die Summe de8 ganzen {it in dem einen Sag zufammengefaßt: 
Das Ydeal, das der HET Fefus Chriftus Seinen Nadhfolgern 
vor Mugen hält, it im Grunde DaSfelbe, mie das, das der Herr 
Krilhna feinen Leuten vorpredigte. Beide Evangelien haben 
aud) das eine Biel.“ Wenn der Hindıt die Schmußgefchichten 
feiner Götter zu verjhünern Yurcht, fo ijt das Ihon traurig ge= 
mug; was aber joll man denken, wenn Veute, die in AHriftlicdher 
Umgebung aufgewachien find, eben dasjelbe tun?! 
nun früheren Jahren wurden die OHaariträubenditen Ge- 
Ihichten des Krijhna mit kaltem Blut den Leuten als Hacta er 
3ählt. est gefchieht dies weniger Häufig. Am meijten ges 
IcOhicht dies nod) in den dunklen Eıken und Kanten des Landes, 
wohin noch fein Strahl der Sonne der Gerechtigkeit gedrungen 
it; wo e$ den bosbhaften VBolfsverdrehern, den Prieftern, von 
Nußgen ijt,-die Leute im Dıtnklen zu halten. Ilicht felten wer- 
den die Scohmugzgeichichten mit der Bemerkung: „Bei Gott gibt 
t$ weder Tugend noch Untugend, weder BEöfles noch Outes, 
rn ihr Hit Feine Sünde, alfo it ihır au nichts Sünde. Er 
fann tun und handeln nad) Belieben,“ aufgetifcht. Aljo Ddiejer 
Crflärung gemäß fann ein Gott Diehitahl begehen, und es 
darf ihm nicht als ein VBergehen zugerechnet werden. Andere 
wieder Jagen un8, den böfen Taten liege „tief-geiftige Vehre 
und Wahrheit“ zugrunde. In andern Worten, die Götter Lüä= 
ten Sünde (darf ihnen nicht als foldhe angerednet werden) um
	        
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