Full text: (9. Jahrgang)

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MAIS aber der Tauftag herbeifam, mußte unjer Freund noch 
einen Schmerz erleben. Er wurde fo Frank, daß feine Hände 
den Dienit zur Sandhabung jeiner Stöde verfjagten. Während 
jeine Freunde am Taufitein jtanden, ag er einjam in feiner 
Hütte, € war ihm dies {Hmerzlidh; aber mein Anerbieten, 
ion nadymittags im Dorfe zu taufen, lehnte er mit dem Bemer- 
fen ab: „Im Dorf Ht’S gar zu gering, um vor dem HErrn Jefu 
zu ericheinen, da ift fein mürdiges und gefÖmnmriüctes Haus für 
ibn, Fein weißer Taufitein und kein Altar.“ — 
Um weiben Sonntag fonnte er endlich wieder auf der Sta- 
tion erjeinen. Da faß er im Kirclein auf der eriten Bank 
an eriter Stelle mit gefalteten Gänden und bekannte in der 
Freude feines HerzenZ mit Kindliher Zuverficht feinen Glau- 
ben. Sr ließ fih’8 nidht nehmen, trog jeineS Zuitandes vor 
dem Taufftein zu Inien, fi mit beiden Händen ftüßend. Ob- 
wobhl eine feine Feier, war fie doch jehr erhebend. Wie ver- 
£lärt faß er da, al8 er die Taufe empfangen Hatte. Aus feinem 
alten, runzligen Geficdht Leudteten ein paar Augen fo Hell und 
Flar! 
Heute war er fhön und reich beglückt, unjer alter SHeluba, 
weil er ein Kind Gottes geworden war, Ja, „weil du wert 
bift vor meinen Augen geachtet, Mußt du au Herrlich fein; 
denn ih habe dih lieb“ — fpricht der HSETT. — 
Q, Wagner, Miljionar in Wareo auf Neu Gninea. 
Der Gebrauch des Bambus. 
(Bon Frl. Frieda Schneider, Miffionarin in China.) 
Aller Augen warten auf Did, und Du gibt idnen Speije 
zur rechten Zeit. Pfalm 145, 15. Und nidt nur Speife, Jondern 
alles, mas zum Leben gehört, und e8 ijt ganz munderbar, wie 
Gott, mo immer Menjhen mohnen, alles vorgefeben hat, was 
dieje zu ihrer Notdurit brauchen. In den didht bewohnten und
	        
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