Full text: (9. Jahrgang)

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beiprengt; der Teller gefeuert, dem Priejter vorgelogen, daß 
unterwegS das Opfer verloren gegangen und von ihn cin 
neues erbeten und gerne gegeben. AUe8 war gut, Niemand 
hat’S gemerft, das Opfer wird gebradt. 
Dit geht Narajana nach diefem eriten Mal hinauf zum 
alten Sinfiedler, der jeine Freude an dem frijhen Jungen Hat 
und Gottes geheimmnisvoNles Walten in der Natur vor dem er 
itaunten Narajana Hau zu entziffern verfucht. Hier Lernt er, 
daß alle Götter nır in einem zufjammenfließen, demr Brahn, 
daß er felbjit von diejem fomme, zu diefent zurücdfehre, Das 
mar eine neue Welt. Der Alte und der Jupge find eifrig da: 
bei. den einen, den wahren Gott zu judhen, ob fie JHn finden 
möchten. 
Sinige Jahre find vergangen. Der Alte Hit noch nadSdenk- 
lider gewordcn als Früher. Marajana ijt herangewadhjen, ein 
Hüngling geworden, dem wenige gleichen, und maltet im Tenm- 
pel des PriejteramtS, In kann Vater KRaghamwmendra: Ya 
jeine längit geplante Wallfahrt madjen. Mit einer großen 
Schar von Pilgern zieht er hinweg, um fih und den Seinen 
unfterbliches Berdienit zu erwerben. Er erreicht auch den Hei 
Ligen Ort. Mber wie €8 jo oft geht — die Cholera bricht zwi- 
iden den Tanfenden der Pilger aus, Biele {terben an Drt und 
Stelle, die nad Haufe Eilemden bringen die Krankheit mit ins 
Heimatsdorf, d. h. die bSje Choleragöttin folgt ihnen voll Neid 
über ihr verdienjtvolles Tun audh dorthin, So kam die Cho- 
fera nach Punjapur, und der alte Priejter und fein Weib und 
die Heine fhmarzäugige Miativa, die AÄnecdhte des DHaufes: — 
alle. alle merden hHimmweggerafft. Allein ijt Narajana HOrIg gC- 
aeblieben. feine Seele zerdrofdhen, felbit fein alter Freund im 
Bergtempel wird unwirIO angefehen. Ganz allein übrig qeblie- 
ben zu fein, das war bitterer Ernft, und darüber {it auch fein 
Herz bitter geworden. Und wie er fo vor jich Hinbrütet eine 
lange Nacht mach der andern, da kommt ihr die Erinnerauma 
von einer Gejdhidhte, die er vor kanger Zeit gehört, er weiß 
nicht mehr wo. von einem S®ottmen{dh, der Tote erwecdt und 
Mirhielige ruft, und jelbit arm war und Sein Blut dahiugab 
für die Sinde der Welt aus Iauter Liebe allein, der Lebt und 
redet mit jedem, der Jım jeinm Dhr Keiht. Wo war er? 
Wer konnte ihın von Ihm fagen, wer waren Seine Berchrer, 
welcher SKafjte mochten fie angehören? Wer Hatte e$ ihır Soch 
erzählt, menn er doch Genaueres mißte, der Gottmenicdh, diefer 
heilige Amwatar mürde feine Seceke tröften! Er lief zum alten
	        
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