Full text: (9. Jahrgang)

Br. 6. 
Beunier Jahrgang. AIuni 1909, 
Der IMissionsherold, 
ein monatlich erscheinendes Missionsblatt für jugg und alt, 
t: Sin Beiuch in Mukti, — Die Bekehrung eine8. ägyptifdhen Yüng- 
Sale) Hinga. 1 Abraham, der erfte Dajiparru-Chriit. — Chinefifche 
Seihmnittel. 
Ein Beiuch in AMukti ' 
Licbhen Mijfionsfreunde! Kommt mit mir nach Mufktt, den 
jegensreidhen Anftalten Ramabais, und fehct, Mic 3 dort zu 
geht. Sehet des HErrn gnadenvolles Werk Hort, und [Okießt 
e8 in eure Fürbitte ein. Wir reifen dorthin in der „Fakten 
Yahre8zeit,“ an ‚einem Geiteren, nidht zu Heißen MNachnrittag, 
Wir wollen nach einer fleinen Erfrijdhung gleich den Rund- 
gang beginnen. € ijt 5 Uhr nadmittags. Da Hört ihr das 
Durcheinander vieler Stimmen: €3 find die paar Hundert MAäd- 
den, die jeßt ihre Ickte Mahlzeit einnehmen wollen. VaRßt 
uns ihnen folgen über den Weg in ein Gebäude, in dem Die 
Ehzimmer liegen. Diejes Gchäunde ijt Gekannt unter dem 
Namen: Priti Sadan, d. 9. Heimat der Liebe, Nidht alle Mäd- 
Gen pflegen Hier zu effen, e8 find noch mehr Räume für diejen 
Zweck in Maukti. Priti Sadan it ein vierediges Gebände mit 
einem offenen Hofe in der Mitte, auf dem drei Wajjerbehäl- 
ter find. Hier wajlcdhen die Mäddhen ihre Teller, Taffen und 
Küchengeräte ab. Jedes Mäddhen hat für ihren Teller umd 
ihre Taffe zu jorgen, fie zu reinigen, fie zu vermahren. Darum 
jehen mir jebt auch ein jedes mit einem Teller Herbeieiken. 
In den drei langen Speijeränmen Lajjen fe {th in drei Langen 
Reihen auf den Fußboden nieder, den Teller vor Jidh auf den 
Boden, denn Tijfhe gibt eS in unfern indijhen ECpzimmern 
nicht. Doch vorher mird, nachdem durch eine OÖlocke Stille er- 
Tanıgt tft, ftehend gebetet, Dies gefdhieht der Reihe nad von 
jedem Mädchen, d. 5. fie wedhjeln täglich. Auch wird ein Lied 
vor der Mahlzeit gejungen. Nun bringen die, die das Amt 
des Aufımartens haben, die großen Bretter mit Brotjichnitten 
herein und die Schüfjeln mit Curry. Je eins von zwanzig
	        
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