Full text: (8. Jahrgang)

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Rerkzeuge und SGerätjdhaften aus meinem Häusden und ver- 
teilt jie an die Leute, Er ijt dafür verantwortlich, daß alles 
wieder zu mir fommt. Siner nimmt Kellen, Hammer, Wafjler= 
wage, Lot, Winkel, Graditäbe u]w. jür die Maurer.  Diefes 
jind Heiden aus guter Kafte, in der fidh das Handwerk immer 
von Vater auf Sohn vererbt; e8 gibt wohl titchtige unter idnen, 
aber die kommen nicht auf unfere abgelegenen fiebrifjdhen 
Berge, auch würden fie uns zu ICUET jein. Andere nehmen 
Hacken zur Lehm- und Müörtelbereitung, Bredeijenm und Zaue 
zım Binden der Stellage, die Frauen befommen Körbe zum 
Tragen von Steinen, Mörtel, Lehm und Gefäße zum Waljer- 
holen. So befommen viele Geräte, andere find nur Hand- 
langer. Bevor die Arbeit beginnt, müffen erit noch manden 
@ulies Anweilungen gegeben werden, wo fie arbeiten jollen; 
Ser Kontrolle wegen ijt daz nötig. Wenn alle ihre läge Da- 
Gen und einer arbeitet dem anderen in die Hand, dann kommt 
daz Werk bald zu Gange. So müßte e$ ja gehen, mie in einem 
MHmeijenhaufen, aber die Mahnung Sprüche 6, 6 Können die 
Braunen mit gewiß nicht vielen Ausnahmen nur zu gut ge= 
brauchen. Aber e$ geht doch und wir freuen uns, daß auch 
hier, im heißen ficbrifden Qande etmwazZ geleiftet wird, vbgleid 
viele Hände dazu nötig find. 
Etwas nach 6 Uhr Fommen noch einige Aulies nach; fie 
ind von 14 Stunden weiten Dörfern; jie werden naher an- 
geidrieben. . 
Run, liche Kinder, fajien wir alle Arbeiter, die wir zu 
bGeauflichtigen Haben, JOarf ins Muge, damit vb der unwiOtige- 
ven die wictigeren nicht verfäumt werden; abends vorher 
oder vor Arbeitsbeginn haben wir uns das überlegt. Hier ijt 
der Bau, da die Ziegelmacherei, dort die Iundufjtriejdhule, von 
der ein Zweig, die Tijhlerei und Schmiede der befjeren Yırf- 
ficht wegen in einem mit Strohdach notdlirftig Hergejtellten 
Schuppen neben meiner Hütte arbeitet. Um den ganzen Apparat 
in Bewegung zu jebgen, müffen. viele Federn aufgezogen Wer= 
den. Von jelbjit wird nichts, am wenigiten hier in Jndien, 
denn eigner Antrieb ift ein fajt unbekanntes Ding... Im Nad- 
ahmen Liegt des Fnders Geichichlighkeit, und deshalb muß 
überall angefhoben, gezeigt oder angedrdönet werden. 
Nach der nötigiten Anweijung und Ausgabe von Material 
für die Induftriejdule und für die Steinmacheret fönnen wir 
uns vorläufig ganz dem Baue widmen. Die, Maurer haben 
ihre Arbeit vom vorigen Lage wieder ‚aufgenommen, falls
	        
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