Full text: (8. Jahrgang)

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auch 14 Tage Herunmliegen müfjen mit Fieber und Rücken- 
Idmerzen. Der Heine Hermann Bothmann Hatte mehrmals 
ichmwere Fieberanfälle. Marcus, der getreue Hanswart bei 
Botdmanns, Hat nach dem HGofpital gehen müffen. Venkanna, 
Br. Jenfens Diener lag auch mit Fieber, jobald er mit aller 
Energie jeine Arbeit getan hatte. Xheophilus und fein Sohn 
Hohn hatten {fo jdwere Cholera, daß nantentlich bei Theophiklus 
an Auffonmen nicht zu denken war. Br. Bothurann Konnte 
ich grade in jenen Tagen felbjt nicht auf den Füßen Halten; 
und dabei it Belugu, die feine liebe Frau des Theophilus, jo 
Idhmwer geiltesfrant, daß fie Tag und Nacht jOÖreit, als würde 
lie umgebracht, und ihren Kranken gegeniiber ganz teilnahm 
[0$ tjt. Eines Abends um 11 fommt cin Bote auf die Station 
aus Mieringi. Die Clijabeth, unjeres Ratmann8 Frau, fei ge 
itorben. Die Heine, arnıc ElifabethH! Was Hat ic durchages 
macht, und Ratmann! Er ijt der einzige Chrift in jeiner ganzen 
Hamilie und nun find Frau und Kind tot and er tjt wieder al- 
(ein; Und dann — Frau Bothmann jchreibt am 25. Juli: „Wir 
jehen jeden Tag nad dem Hinunel, ob fidh nicht ein Wölkhen 
zeige, und find To froh, wie ein Kind vor Weihnachten, wenn 
eS dunkel Heraufsicht, aber noch immer i{t’$8 ohne Regen vor= 
übergezugen. Unfer Garten ijt wie eine ausSszehrannte Witte, 
und unjer Brunnen hat nicht genug Wafjer, um gießen zu kön 
nen, Stellenmweije regnet es freilid reichlich, der Duggifluß 
it 70 voll, daß geftern des Polizeifuperintendenten Ochjen- 
wagen mit Dann und Maus einfach davon fortgeriffen find.“ 
Das Hit viel auf einmal, Die Landleute Tingen verzweifelnd 
die Hände: wieder kein Regen und der Hunger qält tert. 
ES find das ja alles Dinge aus Gottes Hand, von der wir wifz 
jen, daß €$ cine Iiebe Hand ijt, Viel trauriger Hit die geift= 
lie Dürre, Wir Hören, daß nun der Regen gefommen und 
zwar mit gemwaltigem Raufchen und nach und nad nun and 
dem Suhger gewehrt werden wird, Wir miünihen unjern 
Parvatipur zu Weihnachten, daß Gott auch geiftlider Meije 
einen vanjdenden Negen geben wolle. IS, B.. 
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