Full text: (7. Jahrgang)

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eigenen, fcOhmarzen, langgehörnten Biüffelpflugochien fie abholte, 
und die alte Ruth mar Kochfran jahraus, jahrein, bis ihre 
Yırgen fo abitunpfien, da fie nidht mehr fehen Lonnte, wo 
hinein fie den Pfeffer tat, und vb ein SchneckLein am SGemilifje 
Eeoöte oder nicht. Ganz fanft mar fie nicht immer mit den 
jungen Leuten, und manchmal ftreikfte fie, Sie Hat eine be- 
wegte Vorgelchichte gehabt, c$ märe Interefjant, fie anfzıt- 
jchreiben. MS fie nun fo fOmwachfichtig wurde, was nun? Da 
Fam der HErr und rief die andere alte Papama hinweg, 
Nutkh trat an ihre Stelle mit ihrem Bejen und fegt num Both- 
mamı8 Sof und Garten, mie die andere Alte das bei uns getan. 
Gott gebe ihr cin feliges Stündkein. 
Das war die indie Nuth. 
Yan aber zu einer ganz jungen europäifehen Ruth. Von 
der faffe ich aber einen kichen Brief reden, der dieler Tanc hier 
anfanı; er lautet: 
„Sun der Annahme, Jhnen durch die Nachricht eine Freude 
3ut bereiten, teile ih ZJhnen Hierdurch mit, daß im B. ein KXin- 
dermiffionsverein beiteht. Sie hegten am Miflionsfejt in Brek= 
um ja ftarfe Zweifel, ob mir ihn halten fönnten, wenn e8 
aber weiterhin mit joldem Eifer betrieben wird wie jeßt, fann 
man mir feine helle Freude daran haben... Wir gründeten den 
Verein Anfang Iuli. Jeden Dienstag verfammeln fidh von 
5—147 ca. 18 Mädchen in unjerem Haufe, um Handarbeiten zu 
machen. Wir Hoffen, bis Weihnachten nochH Joviel anfertigen 
zu fönnen, daß wir einen Bazar einridten Können. Den Er- 
[$$ jenden wir dann ein. Beim Arbeiten Iefen die Größeren 
abmechjelnd Mijfionsgefchichten vor, audh fingen wir gerne 
Qicder, die ih dann auf dem Klavier hegleite. - 
Unjer Verein hat den Namen „Ruth“. 
NMeulidh Iafen wir im MijfionsSherold den erften Ber8 des 
Licdes „ÖOvtt ijt die Liebe“ in der Tekugufjpradhe,. Meine beiden 
ESchmweftern und ih haben ihn ausmwmendig gelernt, und ich 
möchte im Namen des ganzen WMiffionsvereins „Nıuth“ die große 
Bitte an Sie ridhten, jo freundlih zu fein, uns den Tert in 
der Telugulprache zu überfenden. Auch baten micdh die Kinder, 
ihnen den Telugu-Text ihres Lieblingsliedes, nämlih „Weil 
ih Fefu Schäflein bin“ zu verfdaffen. Natürlich fteben wir 
gern von unferen Bitten zurück, wenn die Erfüllung derfelben 
zu viel Schmierigkeiten madt. 
Viele herzlide Grüße jendet Ihnen der Miliffionsverein 
„NR 1 t D“.
	        
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