Full text: (6. Jahrgang)

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MNettung der Heiden etwa8 zu tun. Daher redete er auf vielen 
Mifjfionsfeften, In der ganzen Gegend um Rellingen herum war 
er wie ein Mijfionsinfpektor, fowohl in den Augen der Leute al8 
auch der Bafjtoren. Damals habe auch ich, der id) dies jchreibe, 
ihn zum erjten Male gefehen und gehört. E83 war im Nahre 
1896 auf dem Xahresfelte in Brekklum. Ich wußte damals 
Nicht viel von der Miffion, Hatte auch nie Baftor Dittmerz Namen 
gehört. Viele Ichöne Predigten und Anfprachen Hörte id auf 
jenem Fefte; ih Jah au zum erjten Male Mijfionare, nämlich 
Wilhelm Ahrens, Zh. Ahrens und Gloyer. Und doch madhte fajt 
Nicht3 einen Jo tiefen Eindruck auf mich al8 die ganze Crideinung 
und die Anfpracdhe Paftor Dittmers. Diefe Hode und ernfie Ge- 
italt! Sch dachte gleich: der meint’8 ernft, wäreft du doch wie er! 
‚Sch weiß auch noch genau den Text, über den er predigte; e& war 
das ernite Wort, welches Yejus angefichts des Glauben? des Saupt- 
Mannes von Kapernaum fprad: „Viele werden kommen vom 
Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Saat und 
Sakob im Himmelreich figen; aber die Kinder des Reichs werden 
ausgejtoßen in die Finjternis hinaus; da wird fein Heulen und 
BZähneflappen.“ Wie ernft hielt ex da ung Chriften, den Kindern 
bes Reiches, vor: Nehmt euch in acht, daß ihr nicht ausgeftoßen 
werbef, während viele Heiden ewig Tijhgenoffen der Patriarchen 
werden! — So war Paftor Dittmer, al8 er noch Kaftor in RKel- 
lingen war. Gier in Mellingen fing er auch an, den „Herold“ 
herauszugeben. 51% Yahre hat er ihn jeden Monat für euch au8s- 
gearbeitet. Er hat ja auch andere Blätter von Breklum aus ge- 
IOrieben, aber gewiß Feines mit folder Freude al8 gerade den 
„Gerold“. Bis zu feinem Tode Hat er für euch, Kinder, noch ge» 
arbeitet, denn noch die Mai-Nummer i{t von ihm herausgegeben. 
Nun kann er nidt mehr, nun ijt er bei Yefu im Licht. 
Yber ein Vermächtnis hat er euch hinterlaffen, und das ift 
eben — „Der Heine Mijfionsherold“. Sit e8 doch eu er Blatt, 
das Baltor Dittmer für euch gefhaffen hat. Nun müßt ihr 
helfen, daß dies Blatt nicht nım feine Leferzahl behält, jondern 
5lüht und gedeiht, d. H. immer mehr Lefer gewinnt. — Wir 
Fönnen gewiß nit den Gerold fo {hön fcohreiben, wie Baftor 
Dittmer e8 Konnte; aber wir wollen unjer Beites tun; ihr aber 
müßt auch helfen. Zeigt un8, daß Baftor Dittmer nicht vergebens 
an eud) gemirfet hat!
	        
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