Full text: (6. Jahrgang)

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Mann ihr mitgeteilt hat, und wie fie auch felber über und über rot 
geworden und von den Heinen Mädchen befchämt morden {ei und 
hat e& ihren Freundinnen mitgeteilt, und die haben e8 wieder ihren 
Männern erzählt, und die haben gleichfalls gefagt: Unfere 
Kinderund wirt müjfenaud einmalanfangen. 
Sie haben’8 aber nicht bloß gejagt, jondern aud) getan. 
So it denn in jener Gegend ein Mijfionsverein von Männern 
und einer von Frauen entjtanden und Gottes Segen hat darauf 
gerubht, und viele Heidenkfinder und Heidenmänner und »frauen 
haben dadurch ihren quten Hirten fennen gelernt. Ausgegangen 
aber it e& von den Kindern. Fang nur erft einmalan! 
Nachfehrift: Man braucht nicht gerade mit dem MNehren- 
'ammeln anzufangen; vielleicht daß ihr alte Zeitungen nehmt und 
heim Krämer verkauft oder Etaniol von den Flajdhen und der 
Schokolade oder von eurem SJahrmarftsgeld, oder mas es jonit fei, 
ganz einerfei., Nur vergeßt ein8 niht: Fang nur ertit 
einmal an! 
Den Bindus ein Bindu zu werden. 
Non unferm + Baltor Ditkıner. 
Se beffer ein Mijionar c8 lernt, fihH in die Gedankenwelt 
der Heiden hinein zu verjeßen, defto heffer kann er ihnen das 
Evangelium anbieten. Ein Europäer wird e$ kaum je völlig 
fernen. Darum gilt es, fo Ihnell mie nıöglichH eingeborene Se- 
hülfen heranzubilden, die die Anfcdhauungen des Volkes von Yugend 
auf -fennen. Wer von uns hätte 3. V. daran gedacht, daß das 
Sfteichni$ von der föniglidhen Hochzeit den Hindus anfjtößig fein 
fönnte, € beißt dort, dah der König den SGeladenen fagen läßt: 
„Mieine ODchten und mein Maijtvieh habe ich gqefdhlachtet und alles ij 
bereit; fommt zur Sochzeit!“ Offenbar will der König mit diefen 
orten jagen, daß er ein herrliches Mahl hHeracridhtet hat und e& 
fi feine Kolten hat verdrießen lafijen; cr hofft, daß fie dadurch 
rechte Xuft befommen, an dem Felte zu er]cdheinen. 
Einem frommen Hindır mlrde durd foldhe Einladung aber 
feine Freudenbhotidhaft gebracht; im Gegenteil — er würde fid 
dadurch zurücgeltoßen fühlen. Den allerftrenalten Hindus gilt e& 
als Sünde, irgend ein Lchewefen zu töten, fei c8& eine Mücke, 
Schlange, Ziege oder mas e8 molle. Gar eine Kuh oder einen 
Ochjen zu töten gilt ihnen für eine fhlimmere Sünde al8 Men- 
Ihenmord; denn die Kuh ailt als ein heiligaes Weien, das zwar
	        
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