Full text: (6. Jahrgang)

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Kjondro. Das Zeugnis des Mifjlionars zlindete. Über die Orift- 
liche Predigt mar dem Tjondro auch nicht ganz unbekannt. 
Tiondro hatte einen Bruder, namens Dijoyofingo, mwelder 
bereits Chriit mar. Wie mar er das geworden? € war ihın cin 
mal ein cArijtlider Traktat in die Hände gefallen, der ihn fo. 
ınächtig erariffen hatte, daß er, un“ mehr zu erfahren, nad Kota- 
pad acmandert mar, wo Damals ein baptiftijcher Katechet jtati- 
pniert mar. Bir find diefent Jchon früher begegnet, nämlich in der 
Seichichte Nifimostis; c$ war In Der Zeit, da unjere Mijfionare 
noch gar nicht nach Zeypur hinaufgefommen waren. Der Katechet 
Hihrte Dioyofingo nach Bobbili in der Teluguebene zu den Baptiz 
ten-Miifionaren, und dort wurde er getauft. Much feine Krait 
empfing die Taufe, ihr Name was Konfilo. Auf ähnlichem Wege 
jand bald darauf cin anderes Heidnijches Ehepaar den Weg zu den 
Rapftilten, nämligh Dofforu nit feiner Jrau Ponfkfin, Co gab’8 
aljo im Norden des Nowrangapurer Diültrifts zwei AHriftlidhe Fa 
inilien, noch che unjere Mijfion in Ieypur eingefest hatte, Klin 
merlid) frifteten fie allerdings ihr Leben; vom baptijtildhen Kate 
Heten, einem Höchtt unmürdigen Mann, fonnten fie nicht viel ho- 
fen. Mber Zjondro hatte doch durch feinen Bruder Divyofingo die 
eriten geiitliden Eindrücke erhalten. Nım fam Timmele, Sein 
Zeugnis erwecdte Zjondro; cin Verlangen nach Frieden kauchte 
in ibm auf. Muf Zimmees Kat fam er nad) NMomwrangapur, Ließ 
fich unterrichten, und mit Freuden konnten ihm die Mijfionare auf 
feine Bitten am 5. Iumi 1892 die Taufe gewähren! Das war 
cin Freudentag! Die Eritlingsfrucht war gewonnen! Am fjelben 
Tage traten die beiden Baptiftenfamilien unaufgefordert in unfere 
$tirche über und lichen ihre Kinder, im aanzen fieben, von unjern 
Milkionaren kaufen. 
WeldH ihöner Anfang! Und das um jo mehr, als alle dieje 
Qeute nicht Donibos, jondern angefehene, Bothras maren. Aber — 
von Ddiejem jhönen Anfang ift fo aut wie nichts Hbrig geblieben, 
Unjere Heine Erftlinqsaentceinde von Budilarai ift aänzlich auf- 
gerichen, 
Zuerit aina’s munderjhsn. Im Haufe Dioyofingos 
fanden regelmäßige Verjammlungen {tatt, die diefer, cin tüchtiger 
Menich, jehr aut zu leiten verftand. Der Herr tat auch immer 
mehr zu diefer Schar hinzu, die um Gottes Wort aufammenfam. 
Da famı der Fall. Ing Mijfionshans zu Nowrangapıur gelangt 
das Gerücht, daß Dioyofinao fi cine heidnifche Frau genonınten 
hat, die Rran eines andern Mannes, . Die Sache wird unterhucht 
und — Itimmt — YJeider! Dioyofinao wird al3 Lchrer entlaifen,
	        
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