Full text: (6. Jahrgang)

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Vormittags von 11—12% Uhr hatten wir nun zunächft einen Gottes» 
dienft in der Kirche; e& mar ein munderbar fAOöner ®otte3dienft, an dem 
gegen 700 Menfchen teilnahmen, .NMachmittag8 febten wir das Seft auf 
einer Wiefe ncben dem Pajtorat fort. Dort hatte der Ort3geiftlidhe einen 
Idönen Nednerijtuhl errichtet, gefdmüct mit Luthers Bild und einem {Qö- 
nen voten Kreuz, und biele Bänke aufitelen Iaffen, die allerdings lange 
nicht genligten, um allen Siggelegenheit zu geben; denn e8 waren minde- 
itens 1500 Menichen erfchienen. €$ war ein Mecr von Menichen, auf das 
wir Redner hinabblickten. 
So verlief unfer Zahresfelt in Finaleff. Das Wort Gottes und die 
Berichte don den großen Taten Gottes unter den Heiden erquicdten und 
jtärften die Herzen. Cine ganz befondere Gnade Gottes fürs Gelingen die- 
fes Fecjtes beitand darin, daß wir nad) den falten Tagen, die borausgegan- 
gen waren, plöglih fHares und marnmıe3 Wetter hatten, Danfbaren und 
fröhlidhen Herzens verließen wir alle das Feft. . 
Das zweite Fejt war unjer Jahresfejt in Brekflum, das wir am 19., 
20. und 21. Kuni feierten. Daran Haben einige meiner Lefer und Lefer- 
innen ganz qemwiß teilgenommen, wenn auch nicht viele. War’8 nicht ein 
Idhönes Feit? 
Mm 19, Zuni hatten wir zunächft eine Generalverfammlung, in weldher 
über allerlei Angelegenheiten unferer Miffion verhandelt wurde; doch das 
mar nichts für Kinder. Abend3 6 Uhr verjammelten wir uns zu einem 
SGotte@dienit in der Breflumer Kirche; rund 900 nıögen daran teilgenommen 
haben. Macher waren wir auf der Miffionswicfe bei dem Mijfionshaufe 
und in dem großen Zelt verfammelt; e& wurde nämlich etwas fühl. Diele 
Abendverfjanumlungen im Freien oder im Zelte find aanz befonder8 ans 
enchm. 
8 Ü 20. Zuni mar wmicder bormittags Gottesdienjt in der Nirche. Ijebt 
waren mindejtens 1000 Menfchen zugegen. Diefer Gottesdienjt war wohl 
der Höhepunkt des Fejtes. Mach einer Feftpredigt wurde ein junger Mif- 
Honsfandidat, namens Cle Ienfen, aus ZTyrftrup in Nordfehleswig, von 
Senerakjuperintendent D, Wallroth ordiniert. „Fürchte dihH nicht, glaube 
nur!” mar das Wort, das der Bifchof dem jungen Miffionar mitgab. Dar- 
auf bielt Vaitor Bahnfen, den ihr wohl alle kennt, den Sahresbericht; er 
tann mobil berichten, ijt er doch jebt zweimal in Indien gewefen. — Nach» 
mittags bon 2 Uhr an wurde das Feit auf der Fejtwiefe fortgefebt. Rund 
2000 MWenichen waren zugegen, wahrlich cine große Schar! Ya, Kinder, 
wir find dem HErrnu {ehr dankbar, daß er fo viele Menfchen herzuführt; 
mir hoffen aber, daß ihrer noch viel mehr merden. Abend8 war wieder 
Verfamnmlung im Zelt. 
Sam 21. uni war vormittags Vibelbefprechung, an der wohl 400 Men- 
fen teilnahmen; da darf jeder Jagen, mas er will. Mittangz berlieken uns 
bie augsmärtigen Säfte, Jicher alle fröhlidhen Herzens. 
Wenn ihr erwachfen werdet, dürfen wir dann darauf rechnen, daß ihr 
uns auch zum Zahresfejt befucht? 
Mber mir haben noch cin drittes großes Feit hier in Breflum gefeiert. 
Um 23. und 24. Zuni befuchten ung 700 Jungfrauen und Frauen aus Nord 
fhle&wig; etwa 100 von ihnen maren Frauen. War das eine Schar! Am 
Sonnabendnachmittag famen die erften 300 hier an, am Sonntagbormittag 
die legten 400. Wie haben wir beim Mofchied am Bahnhof in Bredftedt ge= 
fungen und vorher auch durch die Straßen Breditedt3! Voriges Yahr hatten 
unz 120 junge Männer aus Nordfchleswig um diefelbe Zeit befucht, und
	        
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