Full text: (6. Jahrgang)

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belebt find von foldem Gewimmel? Na, jo fhlimm it das nicht, 
Wo in den Wohnhäufern Hausmütter walten, da jorgen die {dhon 
für Entfernung der ESpinngewebe und Einfhränkung der anderen 
Säfte, und wijjen die Sadjen gehörig zu Ihlıken. Sie können 
fig darum aud) mehr fümmern al8 der Mann, deffen Arbeit ja 
draußen im feindlidjen Leben liegt. Immerhin find wir hier oft 
In Gefahren, vielmehr als zu Haufe, haben auch eine ganze Portion 
Unannehmlichfeiten mehr als ihr in eurer Wohnung, aber der 
HErr gibt un8 doch immer Mut, foviel, daß wir in Bezug auf die 
Gefahren fajt forglo8 merden. Die Unannehmlichkeiten, na, die 
find — eine Schule der Geduld, die hier in aller Arbeit fo fehr 
nStig it. — Für diefes Mal genug! 
Mit treuem Sruke 
Suer Onkel FriedridH Hübner. 
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Wie ein indijcher Tauagenichts von einem 
indijcben Chrijten belehrt wurde. 
Das Calmer Mijfionsbhlatt erzählt folgendes: 
Sn einem Dorf Indiens lebte der Kornhändler Bihari, der 
mit jeinen beiden Brüdern ein einträglidhes SGejlcdhäft hatte. Bihart 
ar ein TaugenichtS durch und durch: Sr trank und fpielte und 
trieb fi in der fhlechteften Gefellihaft umher. Seine beiden 
Brüder machten ihm erft Vorftelungen — vergebligH! Dann prü- 
gelten fie ihn Sfter8 durg — umfonft! So jhloffen fie ihn denn 
in ein leerz8 Haus ein, um dur Hungern in zu ändern. Nber 
der Cingefcdhloffene entfloh aus feinem Gefängnis und fudhte Auf- 
nahme bei feinen Bekannten. Aber niemand wollte den Zunidhtaut 
bei fih haben. So kam er voller Verzweiflung zu cinem AHriftlidhen 
Weber, Der war auch nicht gerade durch feinen Beluch erfreut und 
hätte ihm fidher die Türe gemwiefen, wenn er nicht von feinem Herrn 
Sefu8 gelernt hatte, Sünder anzunehmen mit Liebe. So nahm 
er ihn zu fig und brachte ihn auf die Miffionsftation Mara. 
Was mwillit du? fragte ihn der Milfionar. Xh will ein Chrift 
werben! Dann mußt dur aber Gott bitten, dak er fich deiner er= 
barme und did rette von deinem böfen Leben. Das möchte ich
	        
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