Full text: (5. Jahrgang)

Br, 6. 
Fünfter Hahrgang. Iunit 1905, 
Mer kleine Misziongherold. 
Srficheint monailich. 
Snhalt: Gin Meiner Miffionar (mit Bild). — Am Sterbebette eine® feinen 
Chinefennäddhens, — Das dunfeljte Afrifa. — Wie ein Miffionar 
zum Könige gefrönt ward (mit Bild), — Der Minat{chi-Tempel 
in Madura (mit Bild) — Taufe mich. — hylarz. — Knaben und 
Mädchen bei der Arbeit und dem Spiel in Neu-Suinea (mit Bild). 
NE der fromme Hiudu feine Götter verehrt (mit Bild). — Brief: 
faften. 
Ein Heiner Mifjionar. 
&$ war einmal ein Heiner Chinefenknahe, hell und aufge= 
medt. Er hatte Leinen Menichen, der fig feiner annahm, Deshalb 
Wurde cr in der Miijfionsichule erzogen. Hier lernte: er Scehum 
fennen 11nd gab ihn Jein Herz. 
ls cr 14 Sahre alt war, wurde er in ein anderes Dorf ge= 
Ichiet, um dort einem cingeborenen Baltor zu dienen, Eines Tages 
famı er in einen großen Bu dd ha- Tempel; dort jah er einen 
alten Dann, der im Begriff fItand, den Söben anzubeten. Der 
Anabe martete, his er Fertig war. Dann febte er jich an feine 
Seite und Jagte: „Chrmürdiger Großvater, kann der Söbe dich 
leben und hören, wenn dar zu ihm beteit?2“ 
„Sa.“ 
„Mber er ift dodh.aus Ton gemacht ?” , 
„30,“ antwortete der Ylte, „aber drinnen im Söigen ift ein 
Seitt, der jehen und hören fann.“ | 
„So?“ antwortete der Knabe. „Sich nur einmal den da 
an, der hat cin häßlihes BSejicht; und der da hat jeine Nafe Der- 
loren, und der dabhinten hat vom Kopfe etwas abgeitoken. Was 
NÜßt dann der Geilt, der in ihm wohnt, wenn er ihn nicht heiter 
befchüßen fann? Wir haben ja aud) einen Seift in uns; die 
Nutten fönnen deshalb nicht mit unferer Nafe oder unfern Schicht 
weglanfen. Ich Fann auch Yprechen und hören, weil ein Geift in mir 
it. Doch menn der GSeitt Dart uns geht, fo find wir ehenfo tot mie 
die Böen.“ -— AU +)
	        
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