Full text: (4. Jahrgang)

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Drei Sayanerinnen. 
; JaPaNerinnen. 
nter „Heiden“ ftellen fich 
manche Leute rohe, wilde 
© MenidhHen vor, die den 
Beftien zu vergleichen find; darum 
nennen manche die Heiden auch 
geradezu „DBeftien“, wilde Tiere. 
Wild genug jehen in der Tat die 
Menijcdhenfrejjer in der November: 
Nummer aus. Damit ihr eu 
aber feine falihe Borjtelung von 
den Heiden macht, 10 bringe id 
euch diesmal das Bild von drei 
Sapanerinnen. Sehen die nicht 
ganz fultiviert und civililiert aus? 
Sind fie aud) etwas anders ge: 
fleidet al3 junge Mädchen und 
Frauen in Schleswig-Solftein, 10 
it ihre Tracht doch recht maleri{dh, 
und fie fehen au gar nicht fo 
ungebildet aus. 
Troßg alledem 
find e3 arme blinde 
Heiden, die den 
Heiland nicht fen: 
nen. Dabei muß 
ich immer an Ut- 
jchimura denken, 
jenen Oriftlidhen 
Beitungsredakteur, 
der in feiner Jugend 
immer einen weiten 
Ummeg machte, um 
nur nit an den 
vielen Ghgen: 
tempeln vorüber- 
gehen zu müjjen. 
Denn er fürchHtete, 
wenn er an einem 
Tempel vorüber: 
gehe, ohne zu dem 
darin wohnenden 
Gögen zu beten, 10 
werde ihm der 
Göge zürnen und 
fich rächen; anderer- 
fjeit8 dauerte es ihm 
zu Lange, wenn er in jedem Tempel 
einfehren jolte. Darum ging er 
{ieber im einem großen Bogen an 
den Tempeln vorbei. 
Soldhe blinde Heiden, die in 
Furcht vor ihren Gögen dahin: 
(eben, find aud) die drei Frauen 
auf unjferem Bilde, und darum
	        
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