Full text: (3. Jahrgang)

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hört, wohnen, fo gibt e8 dort 
jtet5S die befte europäifde Hülfe 
und aud) gute Lebensmittel zur 
Bflege der Kranken. 
3. Der Bau 
unferer GefundhHeitsjtation. 
Shr Erbauer ijft unier lieber 
Br, Bothmann, deffen Bild ihr 
in der Dezember:Nummer des 
borigen Jahres fjehen könnt. In 
der erften Hülfte des Yahres 
1891 Fam die Nachricht nach 
Indien, daß die Heimifche Miffions: 
gemeinde den Lieben Mijftons: 
arbeitern eine Gejundheitsftation 
in Waltair Henken wolle. Zunächft 
brauchten unfere Brüder einen 
Bauplag. Das meifte Land in 
Waltair, das fi Hierzu eignete, 
gehörte einem Hheidnijdhen Brah: 
minen. Diefem Manne machte 
e5 ein Dbejonderes Vergnügen, 
die Verhandlungen möglichft in 
die Vänge zu ziehen, um einen 
recht hohen Kaufpreis zu erzielen. 
Ein Europäer, der einige Bau: 
pläße Hatte, {telte noch Höhere 
Horderungen. Endlich, nach fünf 
Viertel Jahren, wurde der Handel 
mit dem Brahminen abgejchloffen, 
und im März 1893 Konnte mit 
der eigentliden Bauarbeit be- 
gonnen werden. Im April 
1894 ftand das Haus fertig da. 
Das ift eine lange Bauzeit — 
dreizehn Monate. Aber da in 
Indien die Stürme viel heftiger 
toben und der Megen viel 
ftärfer fällt al8 bei un8 in 
Deutjchland, fo müffen die Hüujer 
auch viel ftärfer gebaut werden. 
Das meifte Holz für das Dach 
it in Salur bearbeitet worden. 
Die Wände find, bis auf die 
Mauern des OberzimmersS, nicht 
aus Biegelfteinen, fondernm aus 
Felfen erbaut. 
Drei Jamilien finden in dem 
Haufe Unterfommen; Ipäter {ft 
durch Neubau in einem Neben: 
gebäude noch Raum für. zwei 
weitere Familien gefdhaffen. 
Da wührend eines großen 
Teiles des Jahres niemand von 
unjern Milfionsgejchwiftern in 
Waltair weilt, fo ift ein einge: 
borener Wächter angeftellt, der 
des Tage3 feine Arbeit auf dem 
Srundftück hat, indem er die ge: 
pflanzten Bäume und Blumen 
begießt und von Zeit zu Beit 
mehr Bünme einpflanzt. ; 
Unfere Mijfionare und Mit: 
fionsidhwejtern aber wifjjen eS 
der Miffionsgemeinde Dank, daß 
fie ihnen diefe Stätte bereitet 
hat, wo fidh an ihnen das Wort 
des Propheten Kejaia erfüllt: 
„Cr (der Herr) gibt dem Mübden 
Kraft und Stärfe genug dem 
Unvermögenden.“ 
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