Full text: (2. Jahrgang)

Br. 5. 
Bweiter Jahrgang. 
Mai 1902, 
Der kleine Figsionsherold, 
zn 
L 
Ericheint monatlich. 
Inhalt: Kindlidher Glaube. — Wie e8 unjern erften Miffionaren bet {hrer 
Ankunft in Indien erging. (Mit 4 Bildern.) — Die Ohnmacht der 
Bögen. — Allerlet auZ einer Schule in Kamerun. — Die Heiden 
1bnen den wahren Gott. — Briefkaiten. 
„athanael Tuyu war Katechet 
m in endergaria, einer Station 
der SGoßnerfhen Miffion unter 
den Kol in Indien. YJın Kahre 
1871 {ah Nathanael im Vorbei: 
gehen einen Kol, wie er im Gärt: 
Den neben feinem Haufe faß und 
damit befchäftigt mar, dem böfen 
Seifte ein Huhn zum Opfer zu 
bringen. Der Heide hatte fhon 
das Huhn mit beiden Händen ge- 
faßt, Bob e8 empor und erzählte 
plappernd dem böfen Geifte, daß 
er feinen Sohn Frank gemacht habe, 
daß er nun aber diefes Huhn zum 
Opfer hinnehmen und dafür den 
Knaben gefund machen folle, 
— Mathanael blieb ftehen und rief 
dem Manne zu: „Hör, Bruder, 
was machft du denn da? Das Hilft 
dir nichts; damit machft dur doch 
deinen Sohn nicht gefund.“ Der 
Mann Keß fich nicht deirren, fondern 
cief weiter den böfen Geift an: 
Kindlicher Glaube. 
aber auch Nathanael predigte über 
den Zaun hinweg immer weiter. 
Endlich murde der Heide mütend, 
Iprang aus feiner Fauernden Stellung 
auf und fchrie Nathanael an, er 
[olle fich packen und ihn nicht ftören, 
denn fein Sohn fei fehr Krank, 
„Und du wilft ihn nun vollends3 
tot machen“, antmortete Nathanael, 
„den kann kein böfer Geift gefund 
machen, fondern nur mein HErr 
Sefu8; Iaß dein Opfer, ich will in 
dein Haus kommen und beten, und 
dur wirft fehen, daß dein Sohn 
dann gefund wird. 
Der Heide verfprach, er wolle 
fein Opfer Iaffen, aber unter der 
Bedingung, daß fih Natha- 
nael willig von ihm tot: 
fOlagen Iaffe, wenn fein 
Sohn trogdem ftrürbe. Natha- 
nael ging darauf ein. 
Nun ließ der Heide fein Huhn 
laufen und führte den Katecheten
	        
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