Full text: (2. Jahrgang)

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Hn.“ Zum dritten Mal verfuchte 
>x e3 mit‘ Dem. Brief, den er 
verfönlid) abgab. Frl. AM. über: 
og Die BZeilert, dann Iachte fir 
den jungen Mann wegen feiner 
Unbeicheidenheit einfach aus, was 
er Teinesweg3 übel nahm, ev 
lachte vielmehr jelber mit. 
€ it Bbezeichnend für die 
Hindus, daß fie ich niemals [hümen 
zu betteln, und daß fie den Curo- 
päern gegenüber immer Den Armen 
jpielen. Manchmal jhHeint ee 
jogar, af3 ob die Yeute meinen, 
die Europäer müßten den Hindus 
noch dankbar jein, daß fie ihnen 
Gelegenheit geben, WohlthHütigkfeit 
zu üben, denn dadurch werden 
in den Augen der Hindus ja Die 
Heiligen Verdienfte vermehrt. Die 
Bittichrift diefes Yünglings wurde 
nur bis zur „Feder“ erfüllt, 
die andern drei Stüde wurden 
geftrichen. 
Nicht immer fallen die Braunen 
mit ihren Bitten jo ins Haus 
wie Puripanda, bisweilen reden 
oder ijchreiben fie aud) „durch 
die Blume.“ Davon legt der 
zweite Brief Zeugnis ab, den 
ein Diener von Br. Bothmann 
an P. Bahnjen geichrieben Hat. 
Schon lange Hat er gequält, ob 
er nicht im Frühjahr 1903 Br. 
BotHmann und Frau auf ihrer 
Reije nach Deutichland begleiten 
darf. Br. SB. Hat ihm das aus 
leicht begreifligen Gründen ab: 
geichlagen. Da dachte Markus, 
e8 hilit vieleicht, wenn ich ein: 
mal jelbft jhreibe, und AugsS wird 
iolaender Brief zu Rayier gebracht: 
„Sunipur, den 20. Jan. 1902, 
Gottes Hilfe! 
Meine jehr lieben Eltern! 
(d. 5. P. Bahnfen und Frau.) 
Or lieber Sohn X. Markus 
madt Yhnen viele Salam3 und 
ichreibt wie folgt: Bisher geht 
e8 meiner Frau, meinen ‚vier 
Rindern und mir durch unfjeres 
Bern Fefu Chrifti Gnade gut. 
Daß e8 Ihnen, Ammagarır (ülterer 
Herr Bruder) und meinen Brüdern 
auch fo gut gehen möge, erbitte 
ih vom Hertn. 
Lieber Vater und Liebe Mutter! 
Sie zu jchen Habe iQ 
großes Verlangen; wenn 
Sie Erlaubnis erteilen, 
werde ih kommen. BMie Ihr 
Qand ift, weiß ich nicht. Darum, 
wenn Sie e8 mir erlauben, werde 
id fommen; aud) möchte ic) {0 
gerne CHhriftian und Theodor 
Br. Bothmanns Kinder, die feit 8 
Sahren in Deutichland find) nieder 
jehen. Wenn Sie e8 erlauben, 
werde ich mit meinen Eltern 
“Br. B.) fommen. — — 
Shnen, Ammagarı, meinen 
Brüdern und Schweftern viele 
Zalam8 von meiner Frau und 
von meinen Kindern. Wenn Sie 
diefen Brief gejehen haben, ant- 
warten Sie bitte gleich wieder. 
Das ift alles. 
Dies Hat gejGhrieben Ihr Lieber 
Sohn T. Markus.“ 
„Wenn Sie die Erlaubnis 
erteilen,“ heißt natürlich auf gut
	        
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